So verlief der Demo-Tag in Dresden

Dresden – Der Tag der Deutschen Einheit ist in Dresden vor allem durch zwei Demos aus dem rechten Lager begleitet worden. Zum einen traf sich Pegida am Nachmittag unter der Budapester Straße und zog zur Lingnerallee. Parallel rief die ehemalige Pegida-Organisatorin Tatjana Festerling zu einer Demo am Blauen Wunder auf, wo sich bereits am Mittag die asylfeindlichen Wellenlängen-Bewegungen trafen. Am Blauen Wunder war auch der Sänger der rechtsextremen Band „Kategorie C“.

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Update 18:26 Uhr: Die Sächsische Staatskanzlei hat gerade mitgeteilt, dass mehr als 450.000 Besucher in Dresden  von Samstag bis Montag das Einheitsfest gefeiert haben. Damit liegt die Besucherzahl deutlich unter der erwarteten Prognose von 750.000 Besuchern.

© Sächsische Staatskanzlei | Laurence Chaperon

„Wir blicken zurück auf ein würdiges und fröhliches Fest zum Tag der Deutschen Einheit. Erlebt haben wir ein abwechslungsreiches Programm – mit spannenden Debatten und Präsentationen, aber auch mit viel Tanz und Musik. Herzlichen Dank an alle Gäste und Mitwirkende, die dazu in so wundervoller Weise beigetragen und dieses Fest bereichert haben. Ich wünsche mir, dass alle Besucherinnen und Besucher positive Erlebnisse mit nach Hause nehmen“, betonte der Präsident des Bundesrates und Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Außerdem fügte er hinzu: „Einige haben versucht, das Fest zu stören und so ins Rampenlicht zu kommen. Es gehört zu einer Demokratie, so etwas auszuhalten. Mit der Freiheit geht aber auch die Verantwortung einher, mit Worten keine Grenzen zu überschreiten, keine Menschen und Gesetze zu verletzen“, betonte er.

Der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert ergänzte: „Hunderttausende Menschen haben in den vergangenen drei Tagen unbeschwert und fröhlich miteinander gefeiert. Es gab tolle Aktionen, sehr gute Künstler und jede Menge Informations- und Gesprächsangebote. Dieser Tag der Deutschen Einheit hat sicherlich in keiner einfachen Situation für unser gesamtes Land stattgefunden. Doch wer genau hingeschaut hat, hat auch gesehen, mit welchem Engagement die Bürgerinnen und Bürger diesen Herausforderungen begegnen. Mich hat vor allem die Offenheit beeindruckt, mit der die Besucherinnen und Besucher aufeinander zugegangen sind, mit welcher Ernsthaftigkeit auch über ganz aktuelle Themen diskutiert wurde. Diese Offenheit und diese Unbeschwertheit sollten nicht von den Bildern einiger Störer und Krakeeler überdeckt werden.“
Update 17:58 Uhr: „Festung Europa“ setzt sich vom Blauen Wunder Richtung Innenstadt in Bewegung. Der Demonstrationszug soll über die Blasewitzer Straße zum Großen Garten führen.

Update 17:51 Uhr: Die Veranstaltung von Pegida löst sich auf. Kommende Woche wird Pegida nicht demonstrieren. Reporter Jonathan Wosch hat mit Polizeisprecher Thomas Geithner abschließend zum Einsatzgeschehen gesprochen.

Anmerkung: Die aktuell geschätzten Teilnehmerzahlen wurden erst nach Aufzeichnung des Interviews übermittelt.

Update 17:15 Uhr: Laut der Forschungsgruppe „Durchgezählt“ waren heute 4000 – 4800 Teilnehmer bei Pegida:

Update 16:50 Uhr: Die Polizei antwortet online auf folgende Frage: „Warum wurde die Störungsaktion vor der Frauenkirche zugelassen bzw. nicht beendet?“:

„Die Personen vor der Frauenkirche haben wir in Abstimmung mit der Stadt als verantwortliche Versammlungsbehörde  als Versammlung angesehen. (Ein Versammlungsleiter gab sich nicht zu erkennen.) Von den Personen ging keine Gefahr für Ablauf und Sicherheit der Protokollveranstaltungen aus. Die verbalen Äußerungen  bzw. die Trillerpfeifen werten wir als Form der Meinungsäußerung. Vor diesem Hintergrund wurde gemeinsam mit der Stadt entschieden, nicht einzugreifen.“ (Quelle: www.polizei.sachsen.de)

Update 16:35 Uhr: Die Polizei hält immer wieder linke Gegendemonstranten davon ab, zu Pegida vorzustoßen und kesselt die Gegendemonstranten im Durchgang zum Karstadt ein.

© Dresden Fernsehen
Pegida-Anhänger versammeln sich an der Halfpipe im Lingnerpark

Update 16:33 Uhr: Der symbolische Staffelstab an Rheinland-Pfalz für die nächste Bundesratspräsidentschaft ist übergeben worden:

Update 16:21 Uhr: Linke Gruppen haben Gegenproteste entlang der Route von Pegida angekündigt, eine große Gruppe hat sich am Kristallpalast gesammelt. Pegida zieht mit „Abschieben“ und „Faules Pack“-Rufen vorbei und hat mittlerweile die Halfpipe erreicht.

© Dresden Fernsehen
Pegida hat die Halfpipe im Lingnerpark erreicht

Update 16:02 Uhr: Die Pegida-Veranstaltung findet enormen Zulauf. Mehrere Tausend Menschen sammeln sich um Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz am Sammelplatz an der Ammonstraße an. Pegida plant einen Rundgang am Rande des Festgeländes. Gegen 15.45 Uhr ging es los. Die Polizei wünschte zuvor nach Verlesung der Auflagen einen „erfolgreichen Tag“

Update 15:41 Uhr: Reporter Jonathan Wosch hat sich auf dem Blauen Wunder bei den Gegendemonstranten umgehört:

Update 15:30 Uhr: Pegida versammelt sich in der Dresdner Innenstadt an der Ammonstraße.

Update 15:27 Uhr: Reporter Jonathan Wosch hat Jana Ulbricht, Pressesprecherin der Polizeidirektion Dresden, zum Einsatzgeschehen am Blauen Wunder interviewt:

Update 15:14 Uhr: Die Demo „Festung Europa“ wird von bunten Gegenprotest vom Blauen Wunder aus begleitet. Die Gegendemonstranten entrollten ein „Herz statt Hetze“-Transparent.  DF-Reporter Jonathan Wosch ist bei der Demo am Blauen Wunder vor Ort:

© Dresden Fernsehen
Bunter Gegenprotest am Blauen Wunder

© Dresden Fernsehen

Update 15:00 Uhr: „Fortress Europe“ mit Tatjana Festerling beginnt nun mit diversen Ansprachen. Unter den Anwesenden sind auch der Anwalt Jens Lorek sowie Ester Seitz.

Update 14:52 Uhr: Am Schillerplatz baut die „Festung Europa“ auf. Noch gibt es nicht viel Zulauf.