Tierpark Chemnitz: Tigerin Taiga verstorben

Chemnitz – Vergangene Woche musste die Sibirische Tigerkatze Taiga eingeschläfert werden. Sie hatte seit einiger Zeit eine Schwellung im Gesicht, die medikamentös nicht in den Griff zu bekommen war.

 

Daher wurde eine ausführliche Untersuchung unter Narkose durchgeführt, bei der auch Gewebeproben entnommen wurden. Leider bestätigten diese den Verdacht, dass es sich um ein Karzinom der Maulhöhle handelte. Bei diesem bösartigen und aggressiv wachsenden Tumor, der sich invasiv in den Kieferknochen und die Nasenhöhle ausgebreitet hatte, gab es keine Behandlungsmöglichkeit. Auch wurde eine Niereninsuffizienz festgestellt, die bei alten Katzen eine häufige Diagnose ist. Aufgrund des sich verschlechternden Allgemeinbefindens wurde das Tier erlöst.

Taiga erreichte mit fast 19 Jahren ein für Großkatzen sehr hohes Alter. Sie wurde 1997 im Zoo Moskau geboren und ein Jahr später an den Zoo Leipzig abgegeben. Von dort kam sie 2010 in den Tierpark Chemnitz. Der Tierpark hält derzeit noch einen weiteren schon betagten Sibirischen Tiger, den Kater Jantar. Taigas Tod wurde dem Europäischen und dem Internationalen Zuchtbuch gemeldet. Die Tigerhaltung hat lange Tradition im Tierpark Chemnitz und soll auch weiter fortgeführt werden.

Der Sibirische Tiger, auch Amurtiger genannt, ist die größte lebende Katzenart der Welt. Die Art war durch Wilderei schon fast einmal ausgerottet, konnte aber durch Schutzmaßnahmen gerettet werden. Schätzungen gehen von etwa 500 freilebenden Tigern in Russland aus, die Art wird als „stark gefährdet“ eingestuft.