Titans weiter sieglos

Dresden – Die Dresden Titans haben auch ihr drittes Spiel in der Pro A verloren. Die Elberiesen unterlagen am Tag der Deutschen Einheit den Uni Baskets Paderborn nach doppelter Verlängerung mit 125:130.

Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Steven Clauss das Spiel von Beginn an dominiert. Schon nach vier Sekunden landete der Ball erstmals im Korb der Paderborner. Vor heimischem Publikum waren die Titans zunächst nervös, agierten jedoch entschlossen. Vor allem das Reboundduell konnten sie zu Beginn der Partie klar für sich entscheiden. Center Jervon Pressley ließ die rund 1.500 Zuschauer noch in der ersten Spielminute erneut jubeln. Dem US-Amerikaner gelangen allein in den ersten zehn Minuten 10 seiner insgesamt 17 Punkte.

Nach einem kurzen Zwischensprint der Gäste zu Beginn des zweiten Viertels, konnten die Titanen ihren Vorsprung sogar noch ausbauen. Angeführt von R.J. Price gingen die Elbestädter erneut mit 10 Punkten in Front. Vor allem über die Außen kamen die Hausherren immer wieder zu wichtigen Punkten. Doch im Spielaufbau leisteten sie sich, wie schon gegen Erfurt, viele Fehler. Diese nutzten die Paderborner aus und kämpften sich langsam wieder ran. Dennoch blieb der 10-Punkte Vorsprung bis zur Pause bestehen.

Im zweiten Durchgang ließen die Hausherren dann spürbar nach und die Westfalen kamen wieder ran. Till Gloger verkürzte nach 27 Minuten auf 68:65. Die Aufsteiger aus Dresden konnten aber antworten. Mit zwei Dreiern von R.J. Price und Daniel Krause verschafften sich die Titans erstmal wieder etwas Luft. Der erste Saisonsieg und gleichzeitig ein frühzeitiges Geburtstagsgeschenk für Trainer Steven Clauss, der am Donnerstag 59 wird, waren greifbar nahe. Das Momentum drehte sich allerdings zusehends auf die Seite der Westfalen. Durch unerklärliche Fehler der Dresdner und Schwächen im Defensivspiel kamen die Gäste wieder zurück in die Partie und gingen zwei Minuten vor Schluss erstmals in Führung. Und die Fans in der Margon Arena feuerten ihre Mannschaft kräftig an. Dank zweier erneuter Dreier von Helge Baues und R.J. Price retteten sich die Titans in der Schlussminute in die Verlängerung.

Trainer Steven Clauss schwörte seine Mannschaft nach dieser Kampfleistung noch einmal auf die bevorstehenden fünf Extraminuten ein. Und er schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Titans gingen wieder in Führung. Das letzte Wort in diesem Spielabschnitt hatte allerdings Paderborn. In letzter Sekunde traf Nick Tufegdzich zum 118:118.
In der zweiten Verlängerung machten sich die schwindenden Kräfte der Dresdner bemerkbar. Paderborn spielte das clever aus und gewann am Ende glücklich aber verdient mit 125:130.

Mit drei Niederlagen aus drei Spielen ist der Saisonstart des Aufsteigers in die Pro A misslungen. Gegen Mitaufsteiger Ehingen müssen die Fehler dringend abgestellt werden, ansonsten steht den Titans eine schwere Saison bevor.