Trauer um Schiedsrichterlegende

Chemnitz – Zahlreiche Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet haben gemeinsam mit Familienmitgliedern, Verwandten und Freunden am Samstag Abschied von Peter Rauchfuß genommen.

Die Trauerfeier fand auf dem Städtischen Friedhof Chemnitz statt.

Peter Rauchfuß war zuletzt 13 Jahre lang Schiedsrichterwart des Deutschen Handballbundes gewesen und war am 16. Juli nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 71 Jahren in seiner Heimatstadt Chemnitz verstorben.

DHB-Präsident Andreas Michelmann würdigte in seiner Ansprache den Werdegang und die Verdienste des Verstorbenen für den deutschen Handball.

Peter Rauchfuß war bereits zu DDR-Zeiten einer der profiliertesten Schiedsrichter und nahm in dieser Funktion an vier Olympischen Spielen teil. Außerdem war er bei neun Weltmeisterschaften und zahlreichen Europapokal-, Länder- und Ligaspielen im Einsatz.

Ab 2002 wechselte er dann hinter die Bande und wurde für das deutsche Handball-Schiedrichterwesen zuständig. Dabei half und förderte er viele junge Schiedsrichter mit seiner Strenge und Erfahrung.

Der einstmals jüngste Schiedsrichter der DDR-Oberliga wurde schließlich zu einer der Säulen des Deutschen Handballbundes – und als solche hinterlässt er nicht nur im Sport eine große Lücke.