Trump neuer US-Präsident – Das sind die Folgen für Sachsen

Dresden/New York – Der Republikaner Donald Trump hat die US-Amerikanische Präsidentenwahl für sich entschieden. Der 70-jährige erreichte kurz nach 8Uhr Mitteleuropäischer Zeit die notwendige Zahl von 270 Wahlmännern. Doch welche Auswirkungen hat die Wahl auf Europa, Deutschland und nicht zuletzt den Freistaat Sachsen?

Es ist ein Ergebnis mit dem zuvor fast keiner gerechnet hat. Die Mehrheit der US-Amerikaner hat den Immobilientycoon Donald Trump zum neuen Präsidenten gewählt. In einem hart umkämpften und schmutzigen Wahlkampf, setzte sich der 70-jährige Republikaner unerwartet deutlich gegen seine Kontrahentin Hillary Clinton durch. Bei vielen sächsischen Landtagsabgeordneten sorgte dieser Wahlausgang am Mittwoch für Ernüchterung. Während Linken-Fraktionsvorsitzender Rico Gebhardt das Wahlergebnis als „politisches Erdbeben“ bezeichnet, dessen Erschütterungen auch Deutschland erreichen werden, nimmt SPD-Chef Dirk Panter das Ergebnis fassungslos hin: „Im ersten Moment dachte ich ‚Gott steh uns bei‘. Doch es ist das Ergebnis einer demokratischen Wahl und das müssen wir akzeptieren.
Lediglich die AfD-Vorsitzende Frauke Petry zeigte sich erleichtert über die Wahl Trumps. Gegenüber Sachsen Fernsehen sagte sie am Mittwoch: „Selbst in europäischen Medien hatte sich zuletzt angedeutet, dass Hillary Clinton für eine Kontinuität des Krieges steht. Mit Trump besteht die Chance einer Neuausrichtung der internationalen Beziehungen.“

Führende Meinungsforschungsinstitute und Internationale Medien hatten bis zum Wahltag ein knappes Ergebnis oder gar einen Sieg für die Demokratin Clinton vorhergesagt.
Trump profitierte vor allem vom tiefsitzenden Ärger der weißen, amerikanischen Mittelschicht und einstigen Nichtwählern, die er für seine Politik begeistern konnte.
Die Fraktionschefs im sächsischen Landtag sind sich sicher, dass der unerwartete Ausgang der Wahl auch Auswirkungen auf das Wählerverhalten bei der kommenden Bundestagswahl haben wird.
„Wir haben in Amerika gesehen, dass die Bevölkerung klare Worte von ihren Politikern erwartet. Für die sächsische Union kann ich das so in Anspruch nehmen und ich hoffe, dass die Union im Bundestag diese Worte finden wird“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Kupfer.

Bei einer Umfrage in Leipzig zeigten sich am Mittwoch viele Menschen negativ überrascht vom amerikanischen Wahlergebnis. Sie befürchten ein Ende der guten Beziehungen zwischen Europa und den USA.

Neben dem Präsidenten haben die US-Amerikaner am Dienstag auch das Repräsentantenhaus und Teile des Senates neu gewählt. Auch hier verschoben sich die Mehrheitsverhältnisse zu Gunsten der Republikaner.
Der nunmehr 45. Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, wird am 20.Januar offiziell in Washington vereidigt.