Unmut über Umnutzungspläne für Neefepark

Chemnitz – Wie sieht die Zukunft des Neefeparks aus?

Das große Einkaufszentrum im Südwesten der Stadt Chemnitz hat bereits bessere Zeiten erlebt.

Zwar lockt das IKEA-Möbelhaus nach wie vor viele Kunden an, doch die anderen Geschäfte in der Shopping-Mall des Neefeparks können nur indirekt davon profitieren.

Nach dem Auszug des großen Lebensmittelmarktes vor zwei Jahren gab es bisher noch keinen Nachmieter. Doch die Eigentümer haben mit dem Globus-Warenhaus nicht nur einen möglichen neuen Mieter an der Hand, sondern mit MediMax auch einen großen Elektronik-Händler.

Allerdings stoßen die Bestrebungen den Neefepark wieder für Kunden attraktiver zu machen, auf Widerstand in der Stadtverwaltung. Diese will das Einkaufszentrum offenbar dank seiner strategisch günstigen Lage zu einem Gewerbegebiet umwidmen zu wollen.

Beleg dafür ist der Umgang mit dem im Neefepark ansässigen Klee-Gartencenter. Dieser damals zeitgleich mit dem Neefepark eröffnete Gartenfachmarkt wird demnächst schließen.

Ein Nachfolger für den Standort stehe aber bereits in den Startlöchern. Doch die Stadt Chemnitz hat andere Pläne.

Im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss am kommenden Dienstag soll ein Antrag eingebracht werden, der bei Auszug des Klee Gartencenters eine Umwidmung des Geländes in ein Gewerbegebiet vorsieht.

Eine Ansiedlung eines Nachfolgers soll damit eindeutig verhindert werden. Dies ist aus Sicht der Angestellten und des Betreibers des Klee Gartencenters äußerst ärgerlich.

Händler und Kunden befürchten nun, dass der Neefepark Schritt für Schritt abgewickelt werden soll. Im Internet gibt es bereits eine Petition, die sich für den Erhalt des Einkaufszentrums einsetzt.

Die Stadt Chemnitz will offenbar den Einzelhandel in der Innenstadt stärken, in dem sie eines der großen Shoppingzentren außerhalb schwächt.

Schon jetzt strebt die Verwaltung laut dem Beschlussantrag am Dienstag an, den gesamten Neefepark in ein Gewerbegebiet zu verwandeln, falls noch weitere wichtige Mieter das Einkaufszentrum verlassen sollten.