Was macht die Lok auf dem Neumarkt?

Dresden –  Das Dresdner Verkehrsmuseum feiert am Freitag ein besonderes Jubiläum. Vor genau 60 Jahren öffnete die erste Ausstellung in einem restaurierten Teil des kriegszerstörten Johanneums. Aus diesem Anlass rollte das Verkehrsmuseum am Freitagmorgen eines seiner ersten Großexponate, die Dampflokomotive „Muldenthal“, auf den Neumarkt. Dort ist sie heute tagsüber zu sehen.

Die Dampflok „Muldenthal“ ist eines der ersten drei Großexponate des Dresdner Verkehrsmuseums.

Zum 60. Jubiläum des Hauses durfte die alte Dame mal wieder etwas von Dresden sehen.

Doch bis sie an dieser Stelle stand, mussten die Mitarbeiter des Verkehrsmuseums ganz schön schwitzen.

Was war passiert? Holzpflöcke, die seit Ewigkeiten in den Schienen des Museums verankert waren, mussten entfernt, das Tor zur Ausfahrt weit geöffnet und jahrelang angesammelter Dreck in den Schienen beseitigt werden.

Erst dann konnte die Lok mit Hilfe eines Gabelstaplers auf den Dresdner Neumarkt gezogen werden. Einige Dresdner verfolgten gespannt das Spektakel.

Das Dresdner Verkehrsmuseum wurde 1952 gegründet und die erste Ausstellung im Haus 1956 zeigte unter anderem diese Lok. Die „Muldenthal“ ist die älteste erhaltene Lokomotive Deutschlands. Übrigens 1861 in Chemnitz gebaut.

Diese erste Schau wurde in der Osthalle des Johanneums aufgebaut. Über die Anfänge des Museums läuft das ganze Wochenende in der Osthalle ein Film mit Ausschnitten und Bildern aus dieser Zeit.

Die Lok „Muldenthal“ wurde am späten Nachmittag wieder in ihr Quartier gezogen. Ob sie jemals wieder ein paar Sonnenstrahlen abbekommen wird, ist aber noch ungewiss.