Wie geht es dem sächsischen Wald?

Sachsen – In Sachsen ist die diesjährige Waldzustandserhebung gestartet. Sieben Inventurtrupps werden in den nächsten drei Wochen den sächsischen Wald intensiv unter die Lupe nehmen.

An 283 Stichprobenpunkte und 6.800 einzelnen Bäumen werden, koordiniert durch das Kompetenzzentrum Wald und Forstwirtschaft von Sachsenforst, die Kronenverlichtung und der Anteil vergilbter Nadeln oder Blätter begutachtet. Um eine einheitliche Vorgehensweise der Inventurtrupps zu gewährleisten, haben alle Gutachter im Vorfeld an einer dreitägigen Schulung des Kompetenzzentrums Wald und Forstwirtschaft teilgenommen.

Die Ergebnisse der gesetzlich verankerten Waldzustandserhebung dienen, in Kombination mit Untersuchungen des europäischen forstlichen Umweltmonitorings zu atmosphärischen Stoffeinträgen, laufenden Wetterbeobachtungen und Informationen zum aktuellen Insekten- und Pilzbefall, der Beurteilung der Stressbelastung der sächsischen Wälder. Die Ergebnisse der 26. sächsischen Waldzustandserhebung werden im Dezember in Form des Waldzustandsberichtes vorgestellt.

Landesforstpräsident Prof. Dr. Hubert Braun betont die Bedeutung der jährlichen Waldzustandserhebung: „Der Zustand des Waldes spiegelt menschliche und natürliche Umwelteinflüsse wieder. Auf Basis des länderübergreifenden forstlichen Umweltmonitorings können von der regionalen bis zur europäischen Ebene wichtige Rückschlüsse für den Schutz unserer Waldökosysteme gezogen werden“.

Die Informationen sind seit 1991 eine wichtige Grundlage für forst- und umweltpolitische Entscheidungen zum Schutz und zur Weiterentwicklung der Wälder.

Ergebnisse 2015: 37 Prozent der Waldbäume waren gesund, 46 Prozent waren schwach geschädigt und 17 Prozent der Waldbäume zeigten eine deutliche Beeinflussung des Kronenzustandes.