Wie im Bienenstock

Chemnitz – Das Hobby „Imkerei“ wird immer beliebter

Zum „Tag der Imkerei“ ging es am Sonntag im „Immenhof“ in Chemnitz-Euba tatsächlich teilweise wie in einem Bienenstock zu. Zahlreiche Besucher kamen zu der kleinen Hobbyimkerei, um Wissenswertes rund um den Honig und dessen Produzenten zu erfahren.

Dreißig Bienenvölker sammeln im beschaulichen Stadtteil Euba und an anderen Plätzen Blütenpollen ein. Um spezielle Honigsorten zu erhalten, muss die Familie mit ihren Bienen oft weit reisen.

Das Imkerhandwerk erfreut sich seit den vergangenen Jahren einer steigenden Beliebtheit – auch in Chemnitz gibt es immer mehr Bienenvölker. Wichtig ist dabei allerdings die Aus- und Weiterbildung der Imker, vor allem angesichts der Bekämpfung gefährlicher Bienenkrankheiten, wie der Faulbrut.

Auch das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat, dessen Weiternutzung kürzlich von der EU-Kommision für 1,5 Jahre verlängert wurde, macht den Imkern Sorgen. Wissenschaftler hatten in einer Studie festgestellt, dass das Pestizid das Orientierungsverhalten der Bienen beeinträchtigt.

Das eher wechselhafte Wetter dieses Jahres hat den Bienen unserer Region allerdings nicht geschadet – im Gegenteil.

Einblicke in die Welt der Bienen kann man im „Immenhof“ nicht nur zum jährlichen „Tag der Imkerei“ erleben. So werden in Euba unter anderem auch Besichtigungen für Schulen und Kitas, sowie Senioren- und Wandergruppen angeboten.

Direkt vor Ort kann man am eindrucksvollsten erfahren, wie wichtig Bienen für uns Menschen und das Ökosystem sind.