Wie im Film: künstliche Intelligenz entert Leipzig

Leipzig – Der RoboCup läuft vom 30. Juni bis zum 4. Juli in der Leipziger Messe und wird untersützt von großen Firmen wie DHL und Schenker, sowie dem Freistaat selbst.

Am Freitag beginnen die ersten Spiele um den Weltmeistertitel. Bereits ausgetragen wurde der Outdoor-Cup, bei dem es vor allem um die Schwierigkeiten bei anderen Bedingungen wie zum Beispiel natürlichem Licht und Kunstrasen ging.

Titelfavorit und Turnierausrichter des RoboCups 2016 ist das Nao-Team der HTWK Leipzig.

Eine Neuerung im Hallenspielbetrieb ist der Ball, der ab jetzt wie ein normaler Fußball schwarz-weiß ist – vorher war dieser Orange. Dies ist nur eine der neuen Herausforderungen.

Das Nao-Team der HTWK Leipzig hat sich hohe Ziele gesteckt, erkennt jedoch auch die Stärken der Gegner.

Der Weltmeister wird am Samstag Nachmittag gekührt, das Finale ist für 13:30 Uhr angesetzt. Wer es nicht zur Neuen Messe schafft, kann einige Spiele auch im Livestream verfolgen.

Bereits am Mittwochabend wurde der RoboCup feierlich eröffnet. Damit starte zum 20. Mal die international wichtigste Messe für fußballspielende Roboter.

Auch Wirtschaftsminister Martin Dulig konnte sich dem Charme der innovativen Roboter nicht entziehen und machte am Donnerstagmorgen einen Rundgang über das Gelände auf der neuen Messe. Mit von der Partie war auch Wissenschafts-und Kunstministerin Eva-Maria Stange.

 

Eine Station der Minister waren die Austteller auf dem ZUKUNFTS.-Stand des Sächsischen Wirtschaftsministeriums. Unter den Schwerpunkten „Wirtschaft und Innovation in Sachsen“, „Qualifiezierung in Sachsen“ und „Forschung in Sachsen“ präsentieren sich auf dem RoboCup erstmalig in dieser Form zahlreiche Institutionen und sächsische Universitäten sowie Hochschulen.

 

Bis zum kommenden Montag zeigen 3.500 Teilnehmer aus insgesamt 45 Ländern und Regionen, was ihre Roboter alles drauf haben. Den Mittelpunkt des Robocups bilden dabei verschiedene Wettbewerbe, die von den Maschinen in 17 Disziplinen austragen werden. Besonders spannend wird es erfahrungsgemäß beim Fußball.

Der Fokus hingegen liegt eindeutig auf der Roboterfußball-Weltmeisterschaft. Die zu erfüllenden Auflagen sind dabei nicht zu unterschätzen. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, sind die Regelungen und Vorgaben, die von niemand geringerem als der FIFA gemacht werden, detailliert ausgearbeitet.

 

Auch in Disziplinen rund um die Themen Haushaltshilfe, Rettungshilfe und Logistikoptimierung zeigen die Roboter, wie sie die Gesellschaft in Zukunft unterstützen könnten.

Einige der technisch hochgradig versierten Maschinen werden eigenständig nach Überlebenden suchen. Dafür wird extra ein künstliches Katastrophengebiet hergestellt. Andere wiederum sind auf Alltagsaufgaben spezialisiert und werden mit Menschen zusammen in einer nachgestellten Wohnung interagieren.

Ergänzt wird der 20. RoboCup durch eine MINT- und Recruiting-Ausstellung, bei der sich interessierte Jugendliche besonders über Ausbildungsberufe und Studiengänge in den Richtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik informieren können.