Winterchaos in Chemnitz

Chemnitz – Das Sturmtief „Axel“ hat in der Region Chemnitz in der vergangenen Nacht und dem gesamten Donnerstag für Chaos auf den Straßen gesorgt.

Wegen zahlreicher Verkehrsunfälle war die Polizei im Dauereinsatz. Zudem sorgten Schneeverwehungen und liegengebliebene Lkw für erhebliche Behinderungen. So hatte sich beispielsweise auf der A4 ein polnischer Lastzug quergestellt, der aufwendig geborgen werden musste.

Auch am Autobahn-Dreieck Nossen kam es zu einem schweren Unfall. Hier krachten mehrere Fahrzeuge ineinander nachdem ein Autotransporter ins Rutschen gekommen war. Zudem fuhr noch ein Fernbus in die Unfallstelle hinein. Die A4 Richtung Dresden musste zeitweise voll gesperrt werden.

Insgesamt erfasste die Polizeidirektion Chemnitz in den vergangenen 24 Stunden deutlich mehr als 100 Unfälle – zumeist blieb es nur bei Blechschäden.

Währenddessen befindet sich der städtische Winterdienst ASR im Dauereinsatz. Aufgrund der aktuellen Witterungslage sind die Räumfahrzeuge allerdings nur auf den Bundes- und Hauptstraßen unterwegs. Einige zuletzt wegen Schneeverwehungen gesperrte Straßen konnten jedoch wieder beräumt werden.

Die Kemtauer Straße in Einsiedel muss laut einem ASR-Sprecher weiter bis voraussichtlich Freitag gesperrt bleiben. Hier war eine Schneefräse des Winterdienstes in den Straßengraben gerutscht. Am Donnerstagmittag wurde die tonnenschwere Maschine mit einem Kran geborgen.

Die Witterungsverhältnisse machten auch dem städtischen Nahverkehr zu schaffen. Es kam laut CVAG zu erheblichen Störungen und Verspätungen bei Bus und Bahn, besonders bei den Linien 32 und 62. Die Busse der Linie 53 können derzeit in Einsiedel nur bis zum August-Bebel-Platz und die Linie 43 nur bis zur Kirche Adelsberg verkehren. Außerdem muss der Bus 86 über die Augustusburger- und Eubaer Straße umgeleitet werden.

Wann sich die Lage wieder normalisiert ist schwer zu sagen. Für die kommenden Tage haben die Meteorologen weitere teils ergiebige Schneefälle angekündigt. Zudem werden strenge Frosttemperaturen weiterhin für glatte Straßen und Fußwege sorgen.