Drogenschwerpunkt verlagert sich

Dresden – Drogen, Diebstahl und Gewalt – der Wiener Platz ist ein Kriminalitätsschwerpunkt im Stadtgebiet. Das größte Problem des Platzes vorm Dresdner Hauptbahnhof ist laut Polizei der Drogenhandel. Die Beamten haben in den vergangenen Monaten ihre Präsenz deutlich erhöht. Doch die Dealer scheinen einen neuen Ort für ihre illegalen Geschäfte gefunden zu haben.

27 Razzien hat die Polizei im vergangenen Jahr in der Prager Straße und am Wiener Platz durchgeführt. Dabei konnten die Beamten eine Vielzahl an Dealern und Kleinkriminellen festnehmen. Doch genau wegen diesen Einsätzen verschiebt sich das Geschäft mit den illegalen Drogen zunehmend in andere Bereiche. Nachdem sich die Drogenszene zwischenzeitlich auf den Vorplätzen der innerstädtischen Kinos breitgemacht hatte, rückt nun die Bürgerwiese in den Fokus der Beamten. Dort konnte die Polizei zwar noch keinen Täter feststellen, doch eine mögliche Etablierung des Drogenhandels in dem Park nahe dem Dynamo-Stadion bereitet der Polizei Sorgenfalten. „In der Nähe befindet sich das Sportgymnasium an der Bürgerwiese. Da schrillen bei uns natürlich die Alarmglocken. Darüber hinaus ist das Gelände unübersichtlicher als in der Prager Straße. Eine langfristige Observierung ist da überaus schwierig“, sagt Polizeisprecher Thomas Geithner.

© Sachsen Fernsehen/Lucas Rehm

Doch genau diese Beobachtungen sind von entscheidender Bedeutung. Denn wenn die Polizisten den Dealern mehrere Taten nachweisen können, ist die Wahrscheinlichkeit einer Haftstrafe deutlich höher. Eine erfolgreiche Razzia an der Bürgerwiese ist laut der Polizei gerade deshalb eher unwahrscheinlich. Doch das eigentliche Problem sieht der Polizeisprecher nicht bei den Festnahmen selbst: „Wir stellen regelmäßig Täter fest. Das Problem ist vielmehr, dass sich dieser Markt nicht trockenlegen lässt. Es kommen immer wieder neue Tatverdächtige hinzu und diese Kleinstmengen die diese mit sich führen reichen oftmals nicht aus um die Personen langfristig festsetzen zu können“, so Geithner.

Um die Gefährdung nahe dem Sportgymnasium einzudämmen, arbeitet die Polizei an Präventivmaßnahmen und steht im engen Kontakt mit der Schule.