Zeitungszustellerin sexuell missbraucht

Chemnitz – Nachdem das Opfer am Donnerstag vernommen werden konnte, ergibt sich für die Ermittler ein offenbar anderes Motiv des Täters.

Demnach scheint der Überfall auf die 51-Jährige sexuell motiviert gewesen zu sein. Der Tatort liegt zwischen Mozartstraße und Haydnstraße. In diesem Bereich befindet sich die Packstation, wo die Zeitungsausträgerin gegen 4 Uhr dabei war, ihre Wagen zu bestücken.

Zunächst lief der Täter an der Frau vorbei, um dann nach wenigen Minuten plötzlich vor ihr zu stehen und sie ins Gebüsch zu zerren. Dort versuchte er dann offenbar, sein Opfer zu vergewaltigen. Dabei maskierte er sich teilweise und bedrohte sowie verletzte die Frau mit einem Messer.

Während der Tat zog der Täter das Handy der Frau aus deren Hosentasche. Eine Handtasche, wie gestern zunächst angenommen, wurde nicht geraubt.

Wahrscheinlich aufgrund der Schreie der Frau und die Fahrgeräusche eines herannahenden Fahrzeugs, bei dem es sich zufällig um ein Polizeiauto handelte, ließ der Täter von seinem Opfer ab und rannte die Neefestraße auf der linken Seite stadteinwärts. Die Tatortbereichsfahndung nach dem Mann blieb erfolglos.

Den Täter beschrieb das Opfer so: etwa Mitte 20 und ca. 1,70 m groß, trug eine blaue, langärmelige Jacke und eine beigefarbene Dreiviertelhose. Der Mann hatte halblange, glatte, schwarze Haare. Das Opfer sprach von nordafrikanischem Aussehen des Mannes.

Die Ermittlungen haben heute sechs Beamte einer für diesen Fall ins Leben gerufenen Ermittlungsgruppe übernommen. Die Ermittler fragen: Wer kann Hinweise zum Täter und seiner weiteren Fluchtrichtung geben? Wem ist der Mann vor bzw. nach der Tat auf der Neefestraße oder anderenorts aufgefallen? Wer weiß, wo er sich aufhält?

Hinweise nimmt die Chemnitzer Kriminalpolizei unter Telefon 0371 387-3445 entgegen. Zeugen und Hinweisgeber können sich aber auch an jede andere Polizeidienststelle wenden.