Zwischen Held und Verräter

Dresden – Im Rahmen des Neustadt Art Festivals hat Markwart Faussner die Wander-Ausstellung „Whistleblowing – Licht ins Dunkel bringen“ nach Dresden geholt. In der Zeitgalerie sind aktuell 26 Beispiele von Menschen ausgestellt, die ihr Schweigen gebrochen haben, um auf Missstände hinzuweisen.
Der Whistleblower Edward Snowden befindet sich auf der Flucht, seitdem er 2013 die illegalen Abhörmaßnahmen des US-amerikanischen Geheimdienstes NSA öffentlich gemacht hat. Auch Deutschland hat ihm kein Asyl gewährt. In dieser Situation entschloss sich Markwart Faussner vor einem Jahr zu einer Geste öffentlicher Wertschätzung: Er benannte einen kleinen, privaten Platz an der Bautzner Str. 6 nach Edward Snowden.
An einer Podiumsdiskussion „Whistleblower – sind sie unsere neuen Helden?“ in der Zeitgalerie nahmen am Donnerstag unter anderem Brigitte Heinisch, ehem. Altenpflegerin aus Berlin und Dr. Rainer Moormann, ehem. wissenschaftlicher Angestellter und Beauftragter für Reaktorsicherheit am Forschungszentrum Jülich, teil. Sie diskutierten mit Yvonne Dietzel LL.M, Noerr LLP, Fachanwältin für Arbeitsrecht, Wolfgang Neskovic, ehem. Richter am BGH, Vorsitzender des Beirats von Whistleblower-Netzwerk und Dipl.-Pol. Annegret Falter, Vorsitzende von Whistleblower-Netzwerk. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Notwendigkeit, den Menschen, die oft zum Nutzen der ganzen Gesellschaft mit Zivilcourage und aus Pflichtbewusstsein Missstände aufzeigen, mehr Aufmerksamkeit und Schutz zuteilwerden zu lassen.
Einen Mitschnitt der Veranstaltung finden Sie in Kürze hier.

Quelle: whistleblower-net

© Matthias Wolf