1. FC Lok will schnellstmöglich Cheftrainer verpflichten

Nach der plötzlichen Absage von Wunschkandidat Frank Baum haben sich die Verantwortlichen des 1. FC Lok wieder auf die Suche nach einem neuen Cheftrainer begeben. Lesen Sie mehr dazu bei LEIPZIG FERNSEHEN online.

Über das weitere Vorgehen erläuterte der 1. Vorsitzende des Vereins, Steffen Kubald: „Alle uns zur Verfügung stehenden Hebel sind in Gang gesetzt worden, um schnellstmöglich einen geeigneten Cheftrainer zu verpflichten. Bis zur offiziellen Verkündung beteiligen wir uns an keinerlei Spekulationen.“ Die Verhandlungen mit den Spielern, deren Verträge auslaufen, wird weiterhin Teammanager Peter Milkau führen. Sobald der neue Cheftrainer gefunden ist, arbeiten beide zusammen am Kader der ersten Mannschaft für die neue Saison.

Nach dem Rücktritt von Jörg Seydler Ende November 2009 waren sich die Verantwortlichen des 1. FC Lok Ende Dezember im Zuge einer intensiven Trainersuche mit Frank Baum auf eine Zusammenarbeit übereingekommen. Dabei zeigten die Verantwortlichen auch Verständnis gegenüber dem Anliegen des Wunschkandidaten, nicht – wie von den Blau-Gelben präferiert – sofort, sondern erst ab Beginn der kommenden Saison 2010/11 sein neues Amt auszuüben wollen.

Zuletzt ging es lediglich noch um Detailfragen des ausgehandelten Kontraktes, der in diesen Tagen unterschrieben werden sollte. Am gestrigen Dienstag jedoch hatte Frank Baum dem 1. Vorsitzenden der Blau-Gelben, Steffen Kubald, in einem ausführlichen Gespräch unter vier Augen mitgeteilt, dass er den ihm vorgelegten Drei-Jahres-Vertrag nicht unterschreiben und damit nicht wie geplant ab Juli 2010 Cheftrainer von Oberligist 1. FC Lok werde.

Kubald unterrichtete daraufhin die restlichen Verantwortlichen der Blau-Gelben in einer gemeinsamen Vorstandssitzung am Dienstagabend von der Entscheidung des ehemaligen DDR-Nationalspielers. „Diese Hiobsbotschaft müssen wir erst einmal sacken lassen. Es fällt uns sehr schwer, weil wir absolut davon überzeugt waren, mit Frank Baum die richtigen Weichen für eine positive sportliche Entwicklung des Vereins gesetzt zu haben“, hatte Kubald gestern Abend in einer ersten Reaktion gesagt. Heute ergänzte der 48-Jährige: „Frank hatte das vollste Vertrauen des Vorstandes bekommen. Es hätte unsererseits alles aus dem Weg geräumt werden können. Dennoch müssen wir seine Entscheidung akzeptieren.“

Das Oberliga-Nachholspiel des 20. Spieltages gegen den FSV Zwickau wird am Sonntag, 02.05.2010, um 16.30 Uhr im Bruno-Plache-Stadion angepfiffen. Die Zuschauerzahl wurde von der Polizei auf 3.000 begrenzt, auf 300 Stück  wurde das Kartenkontingent der Gäste begrenzt. Tribüne, Dammsitz, Fankurve (1. FC Lok) sowie die Gäste-Kurve (FSV Zwickau) werden geöffnet sein. Die Gegengerade bleibt für dieses Spiel geschlossen. An diesem Sonntag wird das Plache-Stadion eine Doppel-Veranstaltung erleben. Denn bereits um 14 Uhr trifft das Team der ersten Frauen des 1. FC Lok im Heimspiel der 2. Bundesliga Nord auf den FC Gütersloh.