1. Kulturwirtschaftsbericht Sachsens vorgestellt

In Sachsen boomt die Kultur- und Kreativwirtschaft. Zu dem Ergebnis kommt der erste sächsische Kulturwirtschaftsbericht.

Dass Sachsen ein Bundesland mit einer facettenreichen Kulturlandschaft ist, ist kein Geheimnis. Erstmals wurde jetzt die Kultur auf ihre Wirtschaftlichkeit hin untersucht. 2006 waren im Freistaat rund 8500 Unternehmen in diesem Sektor aktiv. Zusammen erwirtschafteten sie einen Umsatz von drei Milliarden Euro. Wirtschaftsminister Thomas Jurk und Kunstministerin Eva-Maria Stange stellten heute die Ergebnisse der Erhebung vor.

Eva-Maria Stange stellt ebenso fest, dass der Bereich gegen den Trend wächst und sich so krisensicher zeigt. Von 2000 und 2006 ist die Zahl der sächsischen Kultur- und Kreativunternehmen stetig gestiegen. Am besten schnitt dabei die Software- und Spieleindustrie ab. Dieser Zweig hatte 2006 einen Umsatz von 729 Millionen Euro.

Gründe für den steten Wachstum sieht Eva-Maria Stange in der öffentlichen Förderung der Kultur. Das heißt: Theater und Museen aber auch die Kunsthochschulen wurden staatlich unterstützt. Auch Wirtschaftsminister Thomas Jurk freut sich darüber, dass Sachsen in Sachen Kultur Punkte holen konnte.

Trotz des guten Abschneidens gibt es bereits Kritik von Seiten der Grünen im Landtag. Sie monieren, dass der Bericht mit Verspätung der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der erste sächsische Kulturwirtschaftsbericht wurde vom Leibnitzinstitut für Länderkunde und dem Büro für Kulturwirtschaftsforschung in Köln erstellt.

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