1. September ist Weltfriedenstag

In diesem Jahr stehen die Aktivitäten zum Weltfriedenstag in Leipzig unter dem Motto: „Vernunft muss her -statt Militär! Auslandseinsätze beenden! Abrüstung statt Sozialabbau!“. Damit soll an den Beginn des zweiten Weltkrieges vor 71 Jahren erinnert und auf die aktuelle Militarisierung der Gesellschaft hingewiesen werden, so die Verantwortlichen des Vereins Friedenszentrum Leipzig e.V..

Im vergangenen Jahr haben die Bemühungen vieler Leipziger für eine friedlichere Welt zu wenig Erfolgen geführt. Der verheerende Luftangriff auf zwei Tanklaster bei Kunduz wurde vom Leipziger Offizier Georg Klein befohlen. Soldaten der 13. Panzergrenadierdivision stellten im vergangenen Jahr den Großteil der Einsatzkräfte und der deutschen Opfer in Afghanistan.

Der zivile Flughafen Leipzig-Halle („ Wir fliegen Sie direkt in den Krieg!“) verdient an der Beförderung von amerikanischen GIs und Bundeswehrsoldaten, an der Stationierung der Antonows für die NATO und an Militärtransporten durch DHL. Gründe genug, den Mythos Leipzigs als „Stadt der friedlichen Revolution“ zu hinterfragen.

Im Rahmen der Veranstaltung wird der Leipziger Friedenspreis 2010 ( eine zum Ostermarsch aus einem Schwert geschmiedete Sichel) an den Verein „Medizin für Gambia“ verliehen.

Programmablauf für den Weltfriedenstag in Leipzig:
– 17 Uhr Nikolaikirchhof: Aufbau der Stände von Initiativen, Gruppen, Verbände, Parteien und Vereine
– 17.30 Uhr Friedenslieder und -gedichte, Ansprachen der Vertreter von Friedensinitiativen und Gewerkschaften
– gegen 18.30 Uhr Verleihung des Leipziger Friedenspreises 2010