1. Wissenschaftsforum startet heute in Chemnitz

Heute findet das erste Wissenschaftsforum in Chemnitz statt. Ziel ist es, die Attraktivität der Wissenschaftsstandorte in Sachsen zu steigern und wissenschaftsstützende Strukturen weiter zu optimieren. +++

Mit dem ersten Wissenschaftsforum Chemnitz wurde heute ein wichtiger Kommunikations- und Austauschprozess zwischen den regionalen Akteuren der Wissensgesellschaft angestoßen. Das Forum ist der Auftakt zu weiteren Kommunikations- und Vernetzungstreffen noch in diesem Jahr auch in Dresden und Leipzig.

„Wissenschaftsforen sind Orte des Dialoges zu Zukunftsfragen, Orte der Einbindung von vielfältigen Akteuren in regionale Planungs- und Gestaltungsprozesse, Orte des Informations- und Erfahrungsaustausches. Gemeinsam mit diesen Akteuren möchte das sächsische Wissenschaftsministerium Strategien, Maßnahmen und Konzepte entwickeln, um den vor uns befindlichen Herausforderungen zu begegnen“, sagte Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer zur Eröffnung.

Das Wissenschaftsforum ist eine Kommunikationsplattform für Hochschulen, Wirtschaft, Kultur, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Studienakademien, Landeseinrichtungen, Kommunen, Verbände und Kammern sowie Studierendenvertreter einer Wissenschaftsregion.

Ziel ist es, die Attraktivität der Wissenschaftsstandorte in Sachsen zu steigern und wissenschaftsstützende Strukturen weiter zu optimieren. Die diskutierten Themen des Wissenschaftsforums werden anschließend kontinuierlich und verbindlich weiter bearbeitet. Zur Koordination dieser Arbeit in den Arbeitskreisen und der Wissenschaftsregion finanziert das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst jeweils die Stelle eines Projektmanagers.

Auf dem Chemnitzer Wissenschaftsforum werden folgende Themen diskutiert: Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur, Steigerung der Internationalität, Hebung von Synergien durch gemeinsame Nutzung von Infrastruktur und Dienstleistungen.

Der Hauptredner des Chemnitzer Wissenschaftsforums, Professor Matthias Kleiner, Leiter des Instituts für Umformtechnik und Leichtbau der TU Dortmund und ehemaliger Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, erklärte dazu: „Wissenschaft und Forschung gedeihen nur im Wettbewerb – die Suche nach den besten Methoden, leitenden Erkenntnissen und stimmigen Lösungen gelingt am besten in der Auseinandersetzung mit anderen Ideen. Wenn dazu Köpfe und Kapazitäten zusammenkommen, stärkt dies die beteiligten Akteure im internationalen Austausch und fördert, dass ihre Wirkungsstätten weithin leuchten, Wege weisen und weitere Kooperationspartner zur Teilnahme einladen – im Sinne einer stets voranschreitenden Wissenschaft.“

„Neben dem strategischen Ausbau bestehender Partnerschaften zwischen der TU Chemnitz, den benachbarten Hochschulen und Berufsakademien sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind in unserer Wissenschaftsregion gemeinsam mit der Stadt Chemnitz und dem Freistaat Sachsen neue Netzwerke in Forschung und Lehre zu bilden. Diese sollten die Wettbewerbsfähigkeit aller Akteure erhöhen und zu deren stärkeren internationalen Sichtbarkeit beitragen“, sagte der Rektor der gastgebenden Hochschule TU Chemnitz, Professor Arnold van Zyl.

Für die außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Region erklärte Privat-Dozent Welf-Guntram Drossel, Leiter des Fraunhofer-Institutes für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, in dessen Einrichtung das erste Wissenschaftsforum stattfand: „Das Fraunhofer IWU hat sich mit einem klaren Fokus auf anwenderorientierte Forschung und Entwicklung für eine energie- und ressourceneffiziente Produktion zu einem wichtigen Pfeiler innerhalb der deutschen sowie insbesondere sächsischen Wissenschaftsregionen entwickelt. Wir wissen daher um die Bedeutung von Synergieeffekten im Zusammenwirken zwischen Forschung, Lehre und Anwendung. Umso mehr freut es uns, das Wissenschaftsforum zu unterstützen, das hierbei als Plattform für den Wissens- und Erfahrungsaustausch eine wichtige Rolle einnimmt.“

Quelle: Medienservice Sachsen