10.000 Euro für Japan-Opfer

Die Menschen in Japan kämpfen noch immer mit den Folgen der Naturkatastrophe und dem nukleare Super-GAU.

Täglich erreichen uns neue erschüttende Bilder und Nachrichten, doch eine große Welle der Hilfsbereitschaft ist in Deutschland bisher ausgeblieben.

In Chemnitz setzen sich jedoch einige Menschen aktiv für die Katastrophenopfer in Japan ein. Mit ungewöhnlichen Aktionen sammeln sie Geld für Hilfsprojekte.

Das Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium auf dem Chemnitzer Kaßberg ist am Dienstagabend Schauplatz einer ungewöhnlichen Spendenauktion geworden. In der Aula wurden Bilder von Schülern des Gymnasiums versteigert. Der Erlös kommt dabei den Opfern der Katastrophe in Japan zugute.

Torsten Loibl, Cheftrainer der Basketballherren der Niners, stellte zunächst das Projekt des Vereins „Integration durch Sport e.V.“ vor, das Kindern aus den vom Erdbeben am schlimmsten betroffenen Region helfen möchte.

Loibl, der selbst mehrere Jahre in Japan tätig war, will mit Hilfe der Spendengelder Basketballcamps für traumatisierte japanische Kinder organisieren und appellierte an die Spendenbereitschaft der Gäste.

Bereits vor der Auktion hatten die Schüler des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums mehr als 3.000 Euro für Japan gesammelt. Ziel des Abends war, diese Summe noch deutlich aufzustocken.

Andreas Gersdorf – Schulleiter

Mithilfe eines professionellen Auktionators kamen dann 80 Werke von Schülern des Gymnasiums unter den Hammer.

Dabei erzielten die hochwertigen Arbeiten aus den Leistungskursen Kunst teilweise beachtliche Preise, für jedes Bild wurden Gebote abgegeben. Nach zwei Stunden Versteigerung stand das Ergebnis fest.

Rund 7.000 Euro hat die Kunstauktion eingebracht und damit die kühnsten Erwartungen übertroffen. Damit spendet das Gymnasium rund 10.000 Euro für das Japan-Projekt.

Torsten Loibl – Cheftrainer Niners

Torsten Loibl überreichte zum Dank eine Fahne der Fukushima Highschool an Schulleiter Andreas Gersdorf.

Das Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium plant eine Patenschaft mit der japanischen Eliteschule, die derzeit als Auffanglager für Katastrophenopfer dient. Der Cheftrainer der Niners will indes so schnell wie möglich nach Japan reisen.

Torsten Loibl – Cheftrainer Niners

Die erfolgreiche Kunstauktion am Dienstagabend soll nur ein Puzzleteil der Hilfe für die Opfer der Katastrophe in Japan sein – die Arbeit des Vereins „Integration durch Sport e.V.“ für die Basketball-Camps geht weiter.

Der Verein „Integration durch Sport e.V.“ ruft zu Geldspenden auf. Spenden werden zweckgebunden in den Camps und ausschließlich für die Kinder aus Erdbebengebieten verwendet.

Bitte spenden Sie mit dem Kennwort „Japan“ auf das Spendenkonto bei der Volksbank Chemnitz e.G.

Konto:  300 000 002
BLZ:     870 962 14

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