10.000 Menschen aus ganz Deutschland setzen in Dresden ein Zeichen gegen Rechts

Das Bündnis ‚Nazifrei – Dresden stellt sich quer!‘ hat am Sonnabend sein Ziel erreicht: Dresden blieb weitestgehend nazifrei. Das Abschluss-Fazit hier unter www.dresden-fernsehen.de. +++

 

Pressemitteilung des Bündnis „Nazifrei! Dresden stellt sich quer“

Bis zuletzt war man darauf vorbereitet, einen möglichen Aufmarschversuch seitens der Rechten blockieren zu können. Auf der Demonstration, an der 10.000 Menschen aus dem
gesamten Bundesgebiet teilnahmen, sollte nicht nur ein Zeichen gegen Nazis
gesetzt werden. Vielmehr ging es darum, antifaschistisches Engagement zu
stärken. In den vergangenen Jahren war die sächsische Justiz massiv gegen
Nazigegnerinnen und -gegner vorgegangen. Am Blockadebündnis Beteiligte wurden
mit Verfahren überzogen, die Immunität von Bundes- und Landtagsabgeordneten
aufgehoben. Außerdem gedachte man der mindestens 177 Todesopfer rechter Gewalt
seit 1989 auf Schildern im vordersten Teil der Demonstration und unterstrich
damit die Notwendigkeit eines offensiven Vorgehens gegen Nazis und ihre
menschenverachtende Ideologie.

Die Spektren übergreifende Zusammenarbeit ist das Erfolgsrezept des Bündnisses.
So organisierten Antifa-Gruppen, Gewerkschaften, Parteien, zivilgesellschaftliche
Initiativen und religiöse Gruppen die Blockaden am 13.2. und die heutige
Demonstration gemeinsam. An der Demonstration nahmen unter anderem Ringo
Bischoff , Henning Homann , Gesine Lötzsch, Freya Maria Klinger und Monika Lazar
teil, Antifa-Fahnen wurden geschwenkt.

Monika Lazar auf der Abschlusskundgebung: „Ein großer Erfolg. Die Nazis sind weg
und wir sind viele. Dieser Erfolg war nur möglich, weil bundesweit tausende
Menschen die Zivilgesellschaft von Dresden unterstützt haben.“

Bündnissprecherin Franziska Radtke kann das nur bekräftigen: „Wir haben heute
den Nazis in Dresden keinen Meter gelassen und sie werden sich sicherlich
überlegen, ob sie es in Dresden nochmal versuchen wollen. Unser Dank gilt all
denjenigen die seit nunmehr 3 Jahren das Bündnis mit begleiten. Die Starthilfe
von außerhalb war unerlässlich – spätestens am 13. Februar diesen Jahres haben
wir Dresdnerinnen und Dresdner selbst das Ruder in die Hand genommen und
deutlich gemacht: In dieser Stadt ist kein Platz für Nazis!“ Konstantin Wecker
und Künstler_innen aus der Region rundeten die Abschlusskundgebung vor dem Haus
der Begegnung ab. Dem Bündnis ist der Erfolg sicher: Der Nazigroßaufmarsch in
Dresden ist Geschichte.

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!