10.000 Menschen demonstrieren in Dresden

Für ein besseres Sachsen – 10.000 Menschen demonstrieren gegen die Kürzungen der Landesregierung

Es war ein Meer aus 10.000 Menschen und Farben, das Freitag zuerst die Dresdener Innenstadt und dann den Landtagsvorplatz bevölkerte. Jedoch war der Anlass nicht die Fußball WM, sondern ein massives Sparpaket, das die sächsische Landesregierung gedenkt aufzulegen.

Neben Lehrern und Schülern sowie Demonstrierenden aus dem sozialen Bereich und öffentlichen Dienst, beteiligten sich auch rund 4.500 Studierende die gegen die chronische Unterfinanzierung ihrer Hochschulen protestierten.

Der Freistaat gibt pro Studierenden weniger aus als im Bundesdurchschnitt üblich, gleichzeitig mussten die Hochschulen in den vergangen Jahren über 400 Professorenstellen abgeben. Das führte zu katastrophalen Betreuungsverhältnissen, reihenweise ausfallenden Vorlesungen und immer
häufiger zu Schwierigkeiten mit Regelstudienzeit und Bafögverlust auf Seiten der Studierenden.

„Wir brauchen dringend ein Umdenken“, sagte Michael Moschke, Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften. „Es hat mittlerweile bereits traurige Tradition, dass unsere Landesväter in Kameras lächeln und verkünden, man wolle alles für Bildung tun, nur um sich dann das Geld für
teure Spaßprojekte wie Landesbanken genau dort zu holen. Eine sichere Zukunft hängt nun mal direkt zusammen mit guter Bildung, hängt direkt zusammen mit sozialer Sicherheit und hängt direkt zusammen mit Chancengleichheit.“ Gleichzeitig beschwor er einen langen Atem und Zusammenhalt mit den Bündnispartnern im Kampf gegen das Rasenmäher-Sparprinzip der schwarz-gelben Regierung.