100-Jähriger bleibt fit dank teilstationärer Rehabilitation

Leipzig - Werner Kruse ist auf den ersten Blick ein völlig normaler Senior. Er putzt, kocht und kauft selbst ein. Doch bei diesem Mann handelt es sich um einen Hundertjährigen. 

„Ein geregelter Tagesablauf, viel Bewegung, Kultur und gesundes regelmäßiges Essen“ ist das Geheimnis, wenn man Werner Kruse selbst fragt. Doch hinter der Selbstständigkeit des Mannes steckt ein 15-tägiges teilstationäres Angebot der geriatrischen Tagesklinik am Standort Grünau. Hier wird seit bereits zehn Jahren alles dafür getan, Senioren und Seniorinnen einen selbstbestimmten Alltag zu ermöglichen. In einer Gruppe von zehn bis zwölf Patientinnen und Patienten findet die geriatrische Rehabilitationsbehandlung statt. Männer und Frauen ab 70 Jahren mit alters- oder krankheitsbedingten Behinderungen können sich täglich sechs Stunden von 8:30 bis 15 Uhr behandeln lassen. 

"Die Behandlung ist individuell abgestimmt und an Alltagszielen im Hinblick auf Beweglichkeit und Gedächtnistraining orientiert. Mit Hilfe von Physio- und Ergotherapie sowie Psychologen erhalten die Patientinnen und Patienten mehr Vertrauen in sich selbst und stabilisieren die angeschlagene seelische Situation", sagt Dr. Claudia Schinköthe, Chefärztin der Klinik für Akutgeriatrie und Geriatrischen Tageskliniken in Eutritzsch und Grünau.

Zahlreiche Dankesschreiben erreichen das Team nach dem Aufenthalt der Patienten und Patientinnen, darunter auch Absender: Werner Kruse. 

"Es ist eben die Generation, die noch Briefe schreibt. Seit zehn Jahren arbeiten alle Kolleginnen und Kollegen überaus engagiert sowie mit viel persönlichem Einsatz zusammen und tragen zum Erfolg der Tagesklinik bei. Dafür danke ich ihnen sehr. Das herzliche Feedback der Senioren freut uns daher umso mehr", resümiert Dr. Schinköthe.