100 Jahre U-Boot-Geschichte im Militärhistorischen Museum

Eine neue Sonderausstellung im Militärhistorischen Museum beschäftigt sich mit 100 Jahren Geschichte der deutschen U-Boote.

Die Ausstellung zeigt neben Geschichtsdaten und Originalexponaten auch die heutigen Aufgaben der U-Boot-Flotte der Bundeswehr.

Herzstück der Ausstellung ist das erste deutsche und zugleich älteste erhaltene U-Boot der Welt.
Das ist allerdings schon 150 Jahre alt. Der „Brandtaucher“, geplant von dem bayerischen Unteroffizier Wilhelm Bauer, kann als Vorläufer der heutigen U-Boote bezeichnet werden.
1851 ging Wilhelm Bauer selbst auf die erste Tauchfahrt mit dem Brandtaucher.
Es sollte die einzige bleiben.

Weitere historische U-Boot-Modelle, U-Boot-Bekleidungen und auch Ausrüstungsgegenstände sind außerdem zu sehen.
Auf Bildtafeln wird die Entwicklung der U-Boot-Waffe bis heute erleutert.
Allein im Zweiten Weltkrieg bei den Geleitzugschlachten verloren zehntausende Menschen ihr Leben.
Dennoch gewann der strategische Wert der U-Boot-Waffe im Kalten Krieg mehr und mehr an Bedeutung.
Moderne U-Boote der deutschen Marine können wochenlang unter Wasser bleiben, ohne auftauchen zu müssen.
Damals wie heute sind U-Boote maritime Kriegsmittel.
Heute werden sie aber in erster Linie zu Beobachtungszwecken eingesetzt.

Aber auch um die Menschen geht es. 
Um das Leben und Arbeiten an Bord eines U-Bootes und die hohen psychischen Belastungen, denen die Besatzungsmitglieder ausgesetzt sind. Die Sonderausstellung „100 Jahre deutsche U-Boote“ ist bis zum 06. Januar 2008 zu sehen.

Das Militärhistorische Museum wird seit 2004 saniert und umgebaut.
Nach der Fertigstellung Ende 2010 werden übrigens auch Teile des Filmsets von dem neuen Stauffenberg-Film „Valkyrie“ im Museum ausgestellt.