100 Tage Leipziger Bildungsberatung

Inzwischen kann die Leipziger Bildungsberatung eine erfolgreiche 100-Tage-Bilanz ziehen: Seit dem ersten Beratungstag am 1. Februar erfreut sie sich in den Räumen der Stadtbibliothek einer sehr großen Nachfrage. Bisher wurden weit über 200 Beratungsgespräche geführt.

Dabei machen Erstgespräche den größten Anteil aus. Sie dienen dazu, gezielt zu den vorgebrachten Beratungsanliegen zu informieren, weitere Ansprechpartner zu benennen und erste Bildungsschritte zu planen. In 30 ausführlichen Folgeberatungen wurde den Ratsuchenden geholfen herauszufinden, welche persönlichen Fähigkeiten, Vorlieben und Ziele Grundlage für die Planung ihres weiteren Bildungswegs sind.

„Die Nachfrage zeigt, dass es in Leipzig einen großen Bedarf nach einem solchen Angebot gibt“, freut sich Bürgermeister Thomas Fabian. „Ich wünsche uns, dass die Bildungsberatung weiter so gut angenommen wird. Wer sich persönlich oder beruflich weiterbilden möchte, ist herzlich eingeladen, sich dort dafür Informationen, Ideen und Anregung einzuholen“.

Die meisten Fragen, mit denen die Leipzigerinnen und Leipziger bisher zur Bildungsberatung kamen, betrafen Möglichkeiten der Höherqualifizierung und Neuorientierung im beruflichen Feld. Dazu wird in den Informationsgesprächen detailliert besprochen, welche Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen sind, wo und wann bei Bedarf fehlende Abschlüsse nachgeholt werden können und wo in Leipzig der angestrebte Bildungsweg umgesetzt werden kann. Darüber hinaus erhalten Interessierte Einblick in Schul- und Weiterbildungsportale, Anregungen zur Finanzierung von Weiterbildung und Hinweise zu den Angeboten weiterer Beratungsstellen.

„70 Prozent der Menschen, die zur Leipziger Bildungsberatung kommen, sind Frauen. Rund 60 Prozent der Ratsuchenden sind zwischen 20 und 40 Jahre alt“, führt Bildungsberaterin Dorit Richter aus. Ungefähr die Hälfte aller Besucher befindet sich in Ausbildung oder in Arbeit, rund ein Viertel in Elternzeit. Nur sehr wenige haben keinen Schulabschluss nachzuweisen. Ein Drittel der Ratsuchenden hat einen mittleren Bildungsabschluss, ein weiteres Drittel hat Abitur bzw. Fachabitur und ein Viertel hat bereits einen Hochschulabschluss erworben.