10:1 Sieg gegen TEV Miesbach

Zehn mal ließen die Blue Lions Sonntagabend die anwesenden 1181 Fans in der Eisarena Leipzig auf der alten Messe jubeln.

Daniel Bartell wurde dabei zum Matchwinner – Der Stürmer mit der Rückennummer 23 war an insgesamt fünf der zehn Tore für Leipzig beteiligt, erzielte vier davon selbst. „Gerne wieder“ lautete der trockene Kommentar zur eigenen Leistung nach dem Spiel, abgerundet mit einem breiten Grinsen.

Miesbach ging in der 16. Minute in Führung und mit diesem Spielstand auch in die erste Pause. Das Löwenrudel offenbarte gewisse Startschwierigkeiten. „Für unsere Verhältnisse war das sehr gut“, analysierte der Trainer des TEV diesen Spielabschnitt. „Wir waren von den eng am Mann stehenden Miesbachern etwas überrascht. Ich habe den Jungs dann gesagt, sie sollen einfacher spielen und den Schüssen nachgehen“, waren die Worte von Zdenek Travnicek.

Eine Vorgabe, die sein Team in der Folge sehr erfolgreich umzusetzen wusste. Zunächst erzielte Verteidiger Markus Witting mit einem strammen Schuss von der blauen Linie den 1:1 Ausgleich in Überzahl. Im Anschluss fielen die Tore dann fast im Takt von 120 Sekunden. Einen klassischen Konter schloss Tom Fiedler zum 2:1 ab. Zwei Minuten später verwertete Daniel Bartell die Vorarbeit von Lars Hoffmann und Patrick Schmid zum 3:1 für die Hausherren. In der 31. Minute konnten die Blue Lions dann den zweiten Treffer in Überzahl bejubeln. Dem ließ Daniel Bartell seinen zweiten Treffer folgen. Im Zusammenspiel mit Patrick Schmid musste er den Puck nur noch über die Torlinie schieben. Zur zweiten Pause stand es 5:1.

Wieder war es Bartell, der den Torreigen im letzten Spielabschnitt fortsetzte. Diesmal überwand er Lachauer von der rechten Seite und netzte zum 6:1 ein. In der 52. Spielminute erhöhte Lars Hoffmann mit einem klassischen Abstauber auf 7:1. In Überzahl verwertete er einen Schuss von Michal Rohacik. Jacub Wiecki sollte kurze Zeit später der vierte Überzahl-Treffer für die Blue Lions gelingen. Für ungläubiges Lachen unter den Teamkameraden sorgte danach Daniel Bartell, dem zweieinhalb Minuten vor Ende der Partie sein vierter Treffer gelang. Tom Fiedler und Max Kenig hatten für den Stürmer aufgelegt. Zu diesem Zeitpunkt blieb dann die Frage offen, wer sich zu Treffer Nummer Zehn überwinden würde. Es traf Andreas Felsch, der mit einem schönen Handgelenkschuss den zweistelligen Endstand für die Blue Lions perfekt machte.

„Wir sind hier mit sechs Nachwuchsspielern angereist. Im letzten Drittel haben sich die Jungs dann auch etwas aufgegeben“, begründete Gästetrainer Heinz Zerres anschließend den Auftritt seiner Mannschaft.

Wermutstropfen auf Leipziger Seite die Verletzung von Jens Heyer, der bereits im ersten Drittel verletzt das Spielfeld verlassen hatte. Ein unglücklicher Stockschlag aus den eigenen Reihen kostete ihn einen Zahn, drei weitere waren teilweise abgebrochen und die Lippe musste mit sechs Stichen genäht werden.

Viel Zeit zum Ausruhen hat das Löwenrudel nicht. Da am Dienstag ein Nachholspiel in Berlin auf dem Plan steht, bittet der Trainer bereits am Montag zum nächsten Training.