11.000 zeigen Haltung in der Menschenkette

Dresden - Mit dem Glockenläuten 18 Uhr hat sich am Donnerstagabend die Menschenkette um die Dresdner Innenstadt geschlossen. 11.000 Menschen fassten sich bei den Händen und sandten damit ein Zeichen für Frieden und Versöhnung aus. Vor 10 Jahren wurde die Menschenkette ins Leben gerufen, um an die Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945 zu erinnern. 

„Seitdem verbinden die Dresdnerinnen und Dresdner hier Hand in Hand das Gedenken mit einem friedlichen Zeichen gegen Hass und Gewalt. Am 13. Februar zeigt Dresden, dass wir Spaltungen überwinden können, wenn wir auf der Basis unserer gesellschaftlichen Grundwerte nach Wegen der Zusammenarbeit suchen. Nur so treten wir wachsendem Nationalismus und Rechtspopulismus entgegen. Sie stellen die Errungenschaften einer demokratischen Erinnerungskultur in Frage und bereiten so den Boden für neue Konflikte“, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bereits im Vorfeld.

Neben dem Stadtoberhaupt und seiner Frau Su Yeon Hilbert reihten sich auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender, Ministerpräsident Michael Kretschmer und seine Lebensgefährtin Annett Hofmann auf dem Neumarkt in die Menschenkette ein.