1:1 gegen Wacker Innsbruck: RB Leipzig trotzt Erstligisten Unentschieden ab

Wacker geschlagen, aber Wacker doch nicht geschlagen. So könnte das
Fazit der Jungs von RB Leipzig nach dem Testkick gegen den FC Wacker
Innsbruck lauten. 1:1 hieß es nach 90  Minuten im Dauerregen von Side/Türkei.  +++

Die Leipziger, die am Vormittag noch eine Trainingseinheit abgehalten hatten,  konnten das Spiel von Beginn an offen gestalten. Nach etwa 10 Minuten bekamen die Roten Bullen vier Eckstöße in Serie zugesprochen. Echte Torgefahr konnten Frahn und Co. allerdings nicht erzeugen.
Im gegenseitigen Strafraum verlebte auch RB-Hüter Pascal Borel einen ruhigen Nachmittag.
Nickeligkeiten auf beiden Seiten brachen den Spielfluss zusätzlich.  

Zum zweiten Durchgang tauschte Trainer Pacult munter aus. Gleich drei neue Spieler kamen. Im Verlaufe Halbzeit sollten vier weitere Einwechslungen erfolgen.
RB lies sich von den Wechseln aber nicht aus dem Konzept bringen – im Gegenteil: Die in den weißen Heimtrikots angetretenen Leipziger rissen das Ruder sofort an sich und machten Druck aus Wacker-Tor.
Dann verkehrte Welt: Nach einem Abspielfehler vor dem eigenen Strafraum tauchte ein Innsbrucker Spieler frei vor dem mittlerweile von Bejamin Bellott gehütetem Gehäuse auf und lies dem Keeper keine Möglichkeit. 0:1 (55.). Aus heiterem Himmel.

Leipzig zeigte sich von dem Rückstand zunächst unbeeindruckt und verlagerte das Spiel nun komplett in die Hälfte der jetzt auf Zeit spielenden Innsbrucker.
Der Lohn: Elfmeter für RB! Rockenbach da  Silva war mit einem Übersteiger von links in den 16-Meterraum eingedrungen. Kurz vor der Grundlinie wurde er elfmeterreif
von den Beinen geholt.
Kapitän Daniel Frahn schnappte sich die Kugel. Seinen schwach geschossenen Elfer konnte der österreichische Goalie mit guter Parade halten (59.)
Darüber hinaus blieben klare Torchancen allerdings weiter Mangelware.
Nach weiteren Auswechslungen schien der Spielfluss bei RB doch zusehends gebrochen, Müdigkeit nach vier Trainingseinheiten in drei Tagen tat ihr Übriges.

Dennoch hatten die RBler das Spiel weiter in der Hand. Und kurz vor dem Abpfiff belohnten sich die Jungs für ihre Arbeit: Nach einem Durcheinander im Wacker-Strafraum fiel der Ball Kapitän Daniel Frahn vor die Füße. Der schoss cool ein. 1:1 (88.).

Ein Ergebnis, mit dem beide Seiten leben konnten, so schien es. Doch eine unschöne Schlussszene ereignete sich noch: Abseits des Balles wurde RB-Stürmer Kutschke von seinem österreichischen Widerpart mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen.

Das nächste Testspiel wartet am Freitag auf die Roten Bullen. Dann treten sie in Belek gegen die A-Nationalmannschaft von Luxemburg an.


Einen ausführlichen Bericht zum Spiel RB Leipzig gegen Wacker Innsbruck sehen Sie am Mittwochabend ab 18 Uhr in der Drehscheibe Leipzig bei Ihrem Leipzig Fernsehen.