110 Jahre Arbeiter-Samariter-Bund in Dresden

Mit 6500 Mitgliedern ist der Arbeiter-Samariter-Bund in Dresden einer der größten Wohlfahrtsverbände in der Region. +++

Ob Seniorenheim oder Kindergarten, Rettungs- oder Pflegedienst, Erste Hilfe beim Rockkonzert oder ein Erste-Hilfe-Kurs im Betrieb – der ASB betreut Menschen in vielen Bereichen des Lebens.

In diesem Jahr begeht der ASB in Dresden den 110. Jahrestag seit Gründung der ersten „Arbeiter-Sanitäts- Kolonne“, die in Erster Hilfe geschult war und vor allem Verletzte von Betriebsunfällen bis zum Eintreffen des Arztes zu versorgen. Damit gehörten die Dresdner in Deutschland zu den  Vorreitern. Als sich 1909 der Deutsche Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gründete, stellten die Dresdner die zahlenmäßig stärkste Kolonne.

Bis zu 600 Mitglieder zählte die Kolonne in Dresden in ihrer wechselvollen Geschichte, bis der ASB im Jahre 1933 durch die Nationalsozialisten verboten wurde. Durch die Fürsorge vor allem für die Arbeiter und Arbeiterinnen wurde dem ASB damals eine marxistische Gesinnung unterstellt.

Nach 1945 kam es in der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone anders als in den westlichen Teilen Deutschlands nicht zu einer Neugründung des ASB. Erst im Juli 1990 lebte die Tradition des ASB durch die Gründung des ASB Ortsverbandes Dresden e.V. wieder auf.   In seiner Struktur hat sich der ASB seit der Neugründung 1990 in mehreren Schritten zu einem modernen und professionellen Wohlfahrtsverband entwickelt. Insgesamt 464 hauptamtliche Mitarbeiter sind hier tätig, unterstützt von 20 Auszubildenden in der Altenpflege und 9 jungen Menschen, die hier ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren. Weitere Fachkräfte im Pflegbereich und für die Kindertagesstätten und auch Anwärter für den Bundesfreiwilligendienst werden gebraucht und gesucht.

Um die Aufgabengebiete effektiver zu strukturieren, gründete sich im Jahr 2006 die ASB Dresden & Kamenz gGmbH und führte die Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten des Kreisverbandes Kamenz und des Regionalverbandes Dresden zusammen. Sie ist nicht nur in Dresden, sondern auch in Radebeul, Radeberg, Radeburg, Kamenz, Königsbrück und Bernsdorf aktiv. Der ASB Regionalverband Dresden e.V. wurde damit entlastet und widmet sich seitdem seinen Mitgliedern, der Freiwilligenarbeit, den Seniorenbegegnungsstätten, der medizinischen Absicherung von Veranstaltungen und weiteren sozialen Projekten.   Ein Schwerpunkt ist die Pflege Ein Schwerpunkt der Arbeit der ASB Dresden gGmbH ist die Pflege alter und kranker Menschen. Der ASB fungiert als Träger von drei Pflegeheimen, zwei Tagespflegeeinrichtungen und drei Ein-richtungen des Betreuten Wohnens. Der Hauspflegedienst wird durch 5 Sozialstationen koordi-niert. Zwei Behindertenfahrdienste kümmern sich u.a. um den Transport der Senioren in sieben Begegnungsstätten. Drei Rettungswachen werden in Dresden und Coswig durch den ASB besetzt.

„Die Pflege und die Arbeit mit den Senioren bleiben angesichts der demografischen Entwicklung ein Schwerpunkt“, blickt Kristiane Wedekind voraus. „Deshalb suchen wir dringend Pflegefach-personal. Auch unsere Pflegeheime werden zur Zeit fit gemacht, die Zweibettzimmer in Königsbrück und Bernsdorf in Ein-Bett-Zimmer umgebaut. Wir planen Appartements mit Küche in den Heimen und neue Gemeinschaftsräume, wo die Betreuungsassistenten ganz individuell mit den Bewohnern und vor allem mit  Demenzkranken arbeiten können.“   Für elf Kindertagesstätten ist der ASB der Träger Auch als Träger von Kindertagesstätten hat sich der ASB einen Namen gemacht. Mit der Neueröffnung der Kita „Am Lehmberg“ im Juni 2011 befinden sich aktuell elf Kitas mit insgesamt 881 Plätzen in der Trägerschaft des ASB. Darüber hinaus wird die Frühförderstelle in Radebeul  durch den ASB betreut.

Auch in der medizinischen Absicherung von Veranstaltungen sieht die Geschäftsführerin des ASB-Regionalverbandes viel Potential: „In diesem Bereich sind wir besonders interessiert an ehren-amtlichen Mitarbeitern. Wir betreuen z.B. Veranstaltungen der Musikfestspiele, Konzerte in der Kreuzkirche und Rennen auf dem Lausitzring.“

Wer sich für die Arbeit des ASB interessiert, für eine Mitgliedschaft, ein Ehrenamt oder den Bundesfreiwilligendienst, kann sich unter www.asb-dresden.de umfassend informieren.

Quelle: GF ASB Regionalverband Dresden e.V.

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