12. August – Internationaler Tag der Jugend

Nur 55% der Jugendlichen können von ihrer eigenen Erwerbstätigkeit leben.

480 800 Personen bzw. 11 Prozent der sächsischen Bevölkerung zählten im vergangenen Jahr zur Gruppe der Jugendlichen im Alter von 18 bis unter 27 Jahren. Die Hälfte von ihnen lebte 2008 noch bei den Eltern. Vor zehn Jahren traf das noch auf 61 Prozent zu. Dabei gab und gibt es große Unterschiede zwischen den Geschlechtern:

In 2008 gehörten noch 57 Prozent der jungen Männer, aber nur 42 Prozent der jungen Frauen zum Haushalt der Eltern. Gegenüber 1998 gingen diese Anteile deutlich zurück. Damals lebten 69 Prozent der Männer bzw. 52 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe -noch bei ihren Eltern. Von den 50 Prozent der Jugendlichen, die bereits zu Hause ausgezogen sind, waren 59 Prozent allein stehend, 24 Prozent lebten ohne Kinder mit einem Partner bzw. einer Partnerin zusammen, 13 Prozent lebten in einer Paarbeziehung mit Kind(ern) und 4 Prozent waren allein erziehend.

Bezüglich der Einkommensquellen haben sich für die Jugendlichen mit Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen Veränderungen ergeben. Lediglich 55 Prozent der Jugendlichen konnten 2008 überwiegend von ihrer eigenen Erwerbstätigkeit (einschließlich Ausbildungsvergütung) leben. 1998 war dieser Anteil mit 61 Prozent deutlich höher. Gestiegen ist dagegen der Anteil der Jugendlichen, die ihren Lebensunterhalt überwiegend von staatlichen Transferleistungen oder anderen Unterstützungen wie Arbeitslosengeld I und II, Sozialgeld, BAföG oder Stipendien bestreiten. Ihr Anteil stieg in den letzten zehn Jahren von 23 auf 25 Prozent. Erhöht hat sich ebenfalls der Anteil Jugendlicher, bei denen der Unterhalt der Eltern als wichtigste Einkommensquelle galt. 1998 traf dieses auf 15 Prozent zu, inzwischen sind es 19 Prozent der Jugendlichen.

Quelle: Statistisches Landesamtes des Freistaates Sachsen
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