120 Jahre Kleinwachau Sächsisches Epilepsiezentrum Radeberg

Die Einrichtung bietet den Patienten hervorragende Möglichkeiten zum Lernen, Arbeiten und Wohnen.

Sozialministerin Christine Clauß hat gestern im Rahmen einer Feierstunde das 120-jährige Bestehen der Einrichtung Kleinwachau Sächsisches Epilepsiezentrum Radeberg gewürdigt.

„Epilepsie ist nicht immer heilbar. Aber Epilepsie kann man behandeln, und zwar so, dass die Betroffenen sagen können: Ich habe ein gutes Leben – trotz der Krankheit. Deshalb sehe ich in Kleinwachau ein Zentrum, das Lebendigkeit und Optimismus ausstrahlt. Diese Ausstrahlung ist das beste Mittel gegen Vorurteile aller Art“, so Christine Clauß.

In ihrem Grußwort stellte die Ministerin vor allem die Fortschritte der seit 1991 erfolgten Neubau- und Sanierungsmaßnahmen heraus, die ohne die investive Förderung durch den Freistaat Sachsen nicht möglich gewesen wären. Die Errichtung der Kleinwacher Werkstätten, das Fachkrankenhaus für Neurologie sowie die Förderschule für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung wurden hierbei beispielhaft benannt. Die Einrichtung bietet den heutigen Bewohnern ausgezeichnete Möglichkeiten zum Lernen, Arbeiten und Wohnen. Diese Kombination verbunden mit der speziellen medizinischen Versorgung am Standort zeigt die Komplexität als Zentrum für Menschen mit Epilepsien in Sachsen, so die Ministerin abschließend.

Im Jahr 1889 erfolgte mit dem Kauf eines Grundstückes der erste Schritt zur Errichtung einer „Epileptischen Anstalt“ in Kleinwachau. Nach der Auflösung der Heil- und Pflegeanstalt im Zuge der „Euthanasie“ Aktion im 2. Weltkrieg erfolgte der kontinuierliche Wiederaufbau zu einem heute modernen Epilepsiezentrum in Sachsen.

Qulle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales

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