13. Februar 1945 – eine Überlebende erzählt …

Am kommenden Sonnabend gedenkt Dresden wieder den Bombenangriffen auf die Stadt vor 65 Jahren. An den zahlreichen Veranstaltungen, wie der Menschenkette oder vor der Frauenkirche, nehmen auch Überlebende teil. +++

Dresden Striesen. Wittenbergerstraße 85. Hier hat Christa Hennemann die ersten Jahre ihrer Kindheit mit ihrer Mutter und der sieben Monate alten Schwester verbracht.

Ihr Elternhaus existiert nicht mehr. Ein modernes Mehrfamilienhaus erstreckt sich auf dem Areal.

Interview mit Christa Hennemann, Überlebende des 13. Februars 1945

Ein Flugblatt, das die damals 8-jährige Christa findet, bringt Angst in die Familie.

Am Abend des 13. Februars gehen sie zeitig zu Bett und schrecken um 21.45 Uhr als die Sirenen los heulen wieder auf. Panisch rennen sie in den Keller.

Doch der erste Bombenangriff geht glimpflich aus.

Interview mit Christa Hennemann, Überlebende des 13. Februars 1945

Nur mit Müh und Not schaffen es Christa Hennemann und ihre Mutter samt Kinderwagen, das brennende Haus zu verlassen. Sie flüchten in Richtung Elbe. Dort kommen sie im Bunker auf der Tolkewitzer Straße 47 unter.

Die Villa des Barons von Block steht noch heute.

Interview mit Christa Hennemann, Überlebende des 13. Februars 1945

Auf der Tolkewitzer Straße bleibt die Familie für eine Weile und flüchtet später zu Fuß nach Limbach-Oberfrohna bei Chemnitz.

Auf dem Weg dorthin erleben die Dresdner den nächsten Schock: den Bombenangriff auf Chemnitz am 5. März 1945.

Wenige Tage später erreichen sie Limbach Oberfrohna, kehren aber schnell in das total zerstörte Dresden zurück. Nach den Kriegswirren lebt Christa Hennemann mit ihrer Familie in Dresden Löbtau.

Interview mit Christa Hennemann, Überlebende des 13. Februars 1945

Heute engagiert sie sich in der Interessengemeinschaft 13. Februar 1945. Sie will das Erinnern bewahren. Am Sonnabend wird auch sie in der Frauenkirche an jene Nacht vor 65 Jahren gedenken.

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