13. Februar 2010 in Dresden: DVB kämpft in der Neustadt mit längeren Störungen

Kein Verkehrschaos in der Altstadt von Dresden. Hier unter www.dresden-fernsehen.de gibt es einen ausführlichen Lage-Bericht. +++

Pressemitteilung der DVB AG vom 14. Februar 2010:

Fazit: Die intensiven Vorbereitungen der DVB haben sich ausgezahlt. Außer von und zur Neustadt konnte ohne Einschränkung gefahren werden. Das haben auch die Fahrgäste honoriert. Die Wagen im Zentrum waren häufig gut ausgelastet. Die enge Abstimmung zwischen der Stadt Dresden, der Polizei und den DVB hat in diesem Jahr ein Verkehrschaos in der Altstadt verhindert. Das lag in entscheidendem Maße natürlich auch daran, dass Auseinandersetzungen provozierende Kundgebungen von vornherein aus der Altstadt verbannt wurden. 


Die Erfahrungen des Vorjahrs, als wegen unvorhersehbarer Sperrungen und Stromabschaltungen die Innenstadt stundenlang vom Nahverkehr abgehängt war, dienten als Grundlage für die neuerlichen ÖPNV-Planungen. In enger Abstimmung mit der Stadt Dresden und der Polizei wurden Umleitungsvarianten vorbereitet und zusätzliche Linien eingeplant. Insgesamt kamen etwa 50 Fahrer, 30 Straßenbahnen und 25 Busse mehr als üblich zum Einsatz. Auch Servicepersonal, Aufsicht und Betriebsleitstelle wurden personell verstärkt. Ein Mitarbeiter hielt direkten Kontakt zum Lagenzentrum der Polizei.   Mit der Verlagerung verschiedener Kundgebungen in die Dresdner Neustadt änderten sich auch die Auswirkungen auf den ÖPNV. Die Altstadt und damit das unmittelbare Zentrum wurden beinahe ganztätig von Bussen und Straßenbahnen befahren. Auch das zusätzliche Angebot der „E“-Linien bis an den Stadtring wurde von Fahrgästen dankend angenommen. Teilnehmer der Gedenkveranstaltungen in der Altstadt und Besucher der großen Einkaufscenter hatten keine Probleme, aus dem Dresdner Osten, Süden und Westen anzureisen. Das ÖPNV-Angebot auf der Altstädter Seite blieb bis zum Abend stabil. Nur während des Lückenschlusses der Menschenkette am zeitigen Nachmittag und beim Abmarsch verschiedener Gruppierungen zwischen 19 und 20 Uhr kam es zu kurzen Aufenthalten an der Wilsdruffer und St.-Petersburger-Straße.  

Anders verhielt es sich in der Dresdner Neustadt. Ab etwa 10 Uhr vormittags wurden wegen der Kundgebungen Bereiche um den Bahnhof Neustadt, die Anton-/Leipziger Straße sowie den Albertplatz für Straßenbahnen gesperrt. Kurz darauf kam zusätzlich der Verkehr auf den vier zentralen Elbbrücken zum Erliegen. Das hatte Auswirkungen auf die Straßenbahnlinien 3, 4, 6, 7, 8, 9, 11 und 13. Die Linien 3, 4, 7, 8 und 9 wurden geteilt. Auf Altstädter Seite endeten sie in der Schleife Wallstraße bzw. am Bahnhof Mitte. Die „6“ fuhr zusätzlich über die Wilsdruffer Straße. In Absprache mit der Polizei konnte ab ca. 11 Uhr der Straßenbahnverkehr auf der Albertbrücke wieder aufgenommen werden. Die „11“ und „13“ bildeten dann eine Verbindung vom Lennéplatz über Straßburger Platz, Sachsenallee, Bautzner-/Rothenburger Straße nach Bühlau. Eine Fahrt durch die äußere Neustadt war bis zum Abend nicht möglich. Alle Bahnen, die Richtung Neustadt fuhren, überprüfte die Polizei auf mögliche Randalierer. Gegen 12.30 Uhr umfasste der gesperrte Bereich zusätzlich den Bischofsweg. Damit wurden auch die Straßenbahnverbindungen der „E7/44“ von und nach Weixdorf bzw. Hellerau gekappt. Bis etwa 19 Uhr konnten in der Neustadt nur noch folgende Relationen durch Straßenbahnen bedient werden:   Weixdorf – Diebsteig(Hellersiedlung) – Hellerau Wilder Mann – Liststraße – Mickten – Kaditz/Radebeul/Weinböhla Bühlau – Bautzner-/Rothenburger Straße – Lennéplatz – Prohlis/Zschertnitz   Weil Richtung Norden auch der S-Bahn-Verkehr eingeschränkt war, setzten die DVB ab ca. 15 Uhr zwölf Busse als Ersatzverkehr zwischen Diebsteig und Postplatz ein. Die fuhren über Königsbrücker Straße, St.-Pauli-Friedhof, Trachenberge, Mickten, Flügelwegbrücke, Hamburger Straße und Bahnhof Mitte.   Ab 19 Uhr erfolgte die schrittweise Aufhebung der Sperrungen.

Etwa gegen 19:30 Uhr fuhren die meisten Linien wieder auf ihrer gewohnten Strecke. Probleme gab es zu Anfang noch wegen Überresten von Barrikaden und umgeworfenen bzw. ausgebrannten Mülltonnen, die auf den Gleisen lagen. Der Busverkehr rollte den ganzen Tag im Stadtgebiet ohne Einschränkungen. Nur die Linie 81/328 wurde vorsorglich von Wilschdorf kommend auf die Liststraße verkürzt.  

Fazit: Die intensiven Vorbereitungen der DVB haben sich ausgezahlt. Außer von und zur Neustadt konnte ohne Einschränkung gefahren werden. Das haben auch die Fahrgäste honoriert. Die Wagen im Zentrum waren häufig gut ausgelastet. Die enge Abstimmung zwischen der Stadt Dresden, der Polizei und den DVB hat in diesem Jahr ein Verkehrschaos in der Altstadt verhindert. Das lag in entscheidendem Maße natürlich auch daran, dass Auseinandersetzungen provozierende Kundgebungen von vornherein aus der Altstadt verbannt wurden. 

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