13 Jahre Nazi-Terror: Die Fehler

Experten aus Bund und Land arbeiten am Fall der Zwickauer Zelle und stoßen dabei auf bis heute unverständliche Pannen. Mehr unter www.dresden-fernsehen.de +++

Der 26. Januar 1998 ist ein ausschlaggebendes Datum im Fall der rechtsextremistischen Terrorgruppe, die in den vergangenen 13 Jahren 10 Menschen umgebracht hat, so Thomas Sippel, Chef des Verfassungsschutzes in Thüringen, laut medienberichten.

Folgende Fehler sollen an diesem Tag dazu geführt haben, dass das Trio untertauchen konnte:

Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe waren in Thüringen schon öfter als rechtsextreme Bombenbastler aufgetaucht und namentlich bekannt. Uwe B. wurde von Ermittlern sogar observiert, selbige waren im Januar ’98 sogar dabei, als Böhnhardt und Mundlos die Materialien für eine Bombe kauften, welche sie fertiggestellt dann an einer Garage deponiert haben. Die Ermittler waren dabei – trotzdem gab es keine Strafanzeige.

Die Polizei hat an sebligem Tag Uwe Böhnhardts Wohnung durchsucht, dort nichts gefunden und sind dann weiter zur Garage gefahren. Dort wurden 1,4 Kilogramm TNT gefunden – hätte die Polizei Böhnhardt mit zur Garage genommen, hätte er dort einfach festgenommen werden können. Doch das wurde nicht gemacht – ein Rätsel.

Nach diesen Ereignissen wurde das Trio als rechtsextreme Gefahr erkannt und sollte festgenommen werden – und plötzlich waren sie nicht mehr auffindbar. Laut Medienberichten werfe man intern einigen Führungspositionen im damaligen Fall leichte Inkompetenz vor. So soll der Verfassungschef damals nur an eigenem Ruhm interessiert und der Chef des LKA mit polizeiinternen Rivalitäten beschäftigt gewesen sein.

Quelle: SZ

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!