13jährige schwer misshandelt: Anklage wegen versuchten Totschlags

Im Fall des versuchten Totschlages eines 13jährigen Mädchens hat die Staatsanwaltschaft Dresden gegen drei Jugendliche Anklage erhoben.

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat am 10.3.2009 vor dem Landgericht Dresden –Jugendkammer – wegen der lebensgefährlichen gewaltsamen Übergriffe auf eine 13jährige in Dresden – Prohlis am 22.1.2009 gegen eine 14jährige , einen 17jährigen und einen 19jährigen erhoben.

Gegen sämtliche Angeschuldigte werden die Vorwürfe der gefährlichen Körperverletzung und der Aussetzung erhoben, da sie die Geschädigte auf einem abgelegenen Feld zunächst (mit unterschiedlich intensiven Tatbeiträgen) schwer misshandelt und anschließend in hilfloser ,lebensbedrohlicher Lage (u.a.Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt) zurückgelassen hatten.

Dem 19jährigen wird deswegen überdies der Vorwurf des versuchten Totschlags durch Unterlassen zur Last gelegt, da derzeit davon ausgegangen werden muss, dass er den Tod der Geschädigten billigend in Kauf genommen hatte. Den beiden anderen Angeschuldigten wird kein versuchter Totschlag vorgeworfen, da beim gegenwärtigen Sachstand zu ihren Gunsten davon ausgegangen werden muss, dass sie kurz nach Verlassen des Tatortes den Rettungsdienst verständigt haben und insoweit vom vorherigen Totschlagsversuch durch Unterlassen strafbefreiend zurückgetreten sind.

Der 19jährige Beteiligte befindet sich seit dem 23.1.2009 in Untersuchungshaft. Die 14jährige Angeschuldigte ist nach anfänglicher Untersuchungshaft inzwischen gem. § 71 Abs.2 Jugendgerichtsgesetz (JGG) in einer Jugendhilfeeinrichtung außerhalb Dresdens untergebracht.

Der 17jährige Mittäter befindet sich nach anfänglicher Untersuchungshaft seit dem 5.2.2009 wieder auf freiem Fuß. Die Geschädigte ist inzwischen außer Lebensgefahr und konnte das Krankenhaus am 9.2.2009 wieder verlassen.

Weitere Einzelheiten können vor einer Entscheidung des Landgerichts über die Eröffnung des Hauptverfahrens nicht mitgeteilt werden. Aus gegebenem Anlass wird auch vorab darauf hingewiesen, dass die Staatsanwaltschaft keine Namenskürzel von Beteiligten und auch keine Namen von Verteidigern oder sonstigen anwaltlichen Vertretern mitteilen wird.

Quelle: Staatsanwaltschaft Dresden

Hintergrund siehe die Nachricht vom 26.01.2009 und vom 23.01.2009.

++

Mehr dazu erfahren Sie in der Drehscheibe Dresden, stündlich ab 18 Uhr auf DRESDEN FERNSEHEN.