15 Jahre Sachsenmeyer

Vor 15 Jahren, am 26.9.1997 hat Stephan Dettmeyer, der bekennende Ossi, sein eigenes Kabarett aus der Taufe gehoben.

Erste Vorstellung im „Komödianten-Keller“ in der Zwickauer Str. 258. Dann mietete er 1998 die Kabarett-Kiste und gestaltete sie zu einer urigen Spielstätte. Seither sind also im Hedwighof (gegenüber der Markthalle) Humor und Satire ‚made by Sachsenmeyer‘ zuhause. Die zentrale Figur in den Programmen ist der natürlich der Sachsenmeyer – eine gemütliche sächsische Type von besonderer Denkungsart. Und es ist auch genau diese spezielle Denke von Sachsenmeyer, die ihn gegenüber von Mundart-Komödianten abhebt. Es gibt übrigens auch genügend Nummern in seinen Programmen, in denen er sich des Hochdeutschen absolut als mächtig erweist. Der Dialekt ist bei ihm ein formales Mittel, um Inhalte humoristisch und satirisch transportieren zu können. Diesbezüglich könnte man Sachsenmeyer in eine Reihe mit Erwin Pelzig oder Gerhard Polt stellen – naive und rustikale Volkstypen mit doppeltem Boden und entlarvender Direktheit.

Obwohl Sachsenmeyer zwei Mitstreiter hat, die ihn auf der Bühne – meist musikalisch – begleiten – Gertholm Mai und Teresa Junek -, so kann man doch vom Einzelkämpfertum bei ihm sprechen. Ob Texte, Regie, Werbung, Finanzen, Objektsäuberung oder Getränkeverkauf – Sachsenmeyer macht alles selbst. In den 15 Jahren hat er 28 abendfüllende Kabarettprogramme präsentiert. Momentan stehen vier Solo-Programme auf dem Spielplan. Dazu kommen mindestens drei Muggen-Programme, mit denen Sachsenmeyer gelegentlich zu Gastspiele übers neue und auch übers alte Bundesland tingelt.

„Dialek-Tick“ – ist nun das Jubiläumsprogramm. Es ist programmatisch im höheren Sinne – geht es doch um Dialekte – speziell den sächsischen, den sachsenmeyerschen Hausdialekt – und die Dialektik als sachsenmeyersche Denkmethode an sich.

Ede begründet die Überlegenheit des bundesweit ungeliebten sächsischen Dialektes mit messerscharfer Dialektik. Die Rolle der Gebrüder Grimm bei der Festlegung der hochdeutschen Sprache wird ebenfalls dialektisch erörtert. Die Verteilung der Dialekte unter den deutschen Völkerschaften wird einer dialektischen Analyse unterzogen. Und alles mit einem heftigen Tick an Spaß und Nonsens!

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