1,5 Millionen Touristen in Dresden

Die Reiselust der Deutschen bleibt zwar ungebrochen, aber die Urlaube werden kürzer, die Urlaubsbudgets stetig knapper, die Reiseziele rücken immer näher.

Fast zwei von fünf Urlaubern (38 Prozent) hielten sich im vergangenen Jahr in Deutschland auf und verzichteten auf eine Auslandsreise. Das Lager der „Unentschlossenen“ ist zu Jahresbeginn 2009 zudem so hoch wie noch nie. Der Anteil der Bevölkerung, der noch nicht weiß, ob er 2009 verreist, beträgt immerhin 34,8 Prozent. 

In Krisenzeiten wird es stets Gewinner und Verlierer geben. Für Sachsen liegen die Karten dabei nicht schlecht: Im deutschlandweiten Ranking etablierte sich Sachsen als konstanter Mittelfeldspieler und verteidigte Rang 9. Mit sechs Millionen Gästen und 15,7 Millionen Übernachtungen von Januar bis Dezember 2008 registrierte das Reiseland ein Plus von je 1,7 bzw. 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere die sächsischen Reiseregionen holten deutlich auf. Allen voran das Sächsische Burgenland- und Heideland mit einem Plus von 7,7 Prozent bei den Gästeankünften und 5,8 Prozent bei den Übernachtungen, dicht gefolgt von der Sächsischen Schweiz mit 6,9 Prozent mehr Gästen und 3,3 Prozent mehr Übernachtungen sowie der Region Oberlausitz/ Niederschlesien mit einem Plus von je 6,2 Prozent und 3,8 Prozent. Die Mittelgebirgsregionen Erzgebirge und Vogtland konnten hingegen den fehlenden Winter Anfang 2008 nur bedingt aufholen. Mit attraktiven Wanderangeboten im Sommer sowie einem weißen Dezember beendete das Erzgebirge das Jahr 2008 jedoch noch mit versöhnlichen 1,1 bzw. 1,2 Prozent Zuwachs bei Gästen und Übernachtungen.   

Nach dem Boom der letzten Jahre stagniert in den Großstädten  die touristische Nachfrage. Nach wie vor begrüßte Dresden mit 1,5 Millionen Besuchern die meisten Gäste. Leipzig knackte erstmalig die 1-Millionen-Marke. Und Chemnitz lockte 210.000 Städtebegeisterte an. Doch statt zweistelliger Zuwachsraten wie im Boomjahr 2006 liegt der Besucheranstieg in den Städten zwischen 1,2 Prozent in Leipzig und bis zu minus 1,6 Prozent in Chemnitz.

Quelle: LTV Sachsen

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