150 Beamte räumen das „Black Triangle“

Leipzig - Ein Großaufgebot der Polizei hat am Dienstagmorgen das von Alternativen besetzte "Black Triangle" durchsucht. Das Gebäude im Leipziger Süden war seit 2,5 Jahren besetzt worden und geht nun wieder an den rechtmäßigen Eigentümer, die Deutsche Bahn, zurück.
Das etwa 10.000 Quadratmeter große Areal wurde vom selbsternannten "Kulturkollektiv Arno-Nitzsche" genutzt - bis jetzt. Die Partei DIE LINKE hält den Polizeieinsatz dagegen für "unverhätnismäßig". Landtagsabgeordnete Juliane Nagel twitterte dazu:

"Letztendlich wurde sich gegen eine Verhandlungslösung entschieden, die auf dem Weg war. Meine Einschätzung: Durchsuchung endet mit Verschluss des Geländes. Das kann nicht das Ende sein."

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Leipzig ist der Einsatz am Dienstagmorgen um 6 Uhr wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruchs durchgeführt worden.
Bei der Räumung der Polizei waren keine Personen mehr auf dem Gelände. Lediglich einige Barrikaden versperrten den Weg. Zwischen der S-Bahn Haltestelle MDR und dem S-Bahnhof Connewitz musste der Zugverkehr kurzzeitig unterbrochen werden.