17. Friedenspreis geht an Prostituierten Hilfe

Chemnitz- Mit dem Chemnitzer Friedenspreis werden Personen, Organisationen, Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die sich für Toleranz und Integration verschiedener Kulturen einsetzen, aktive Friedensarbeit leisten sowie gegen jede Form von Abgrenzung und Rassismus Stellung beziehen und ein gewaltfreies Miteinander fördern.

Dieser zivilgesellschaftliche Preis, wurde am Mittwochabend vor dem Friedenstag verliehen. Bürgermeister, Sven Schulze, eröffnete die Verleihung mit einem Grußwort. Begleitet wurde das Event von der Städtischen Musikschule Chemnitz. Der erste Platz ging an das Projekt PERLA -Besuchsdienst im Rotlichtmilieu in Chemnitz. Das 2017 gegründete Projekt, engagiert sich ehrenamtlich, um Prostituierten in Chemnitz zu helfen. Die Vertreter von PERLA erhielten neben der Friedenspreis-Skulptur des Bildhauers Erik Neukirchner, 500 Euro Preisgeld. Neben dem Friedenspreis wurde am Abend Dr. Hans Brenner der Ehrenpreis verliehen. Durch seine akribische Arbeit und jahrzehntelange Forschung, konnte er viele unbekannte Details über Konzentrationslager, Zwangsarbeit und Todesmärsche in Sachsen aufspüren. Erstmalig wurde ein Kinder-und Jugendpreis verliehen. Dieser ging an das Theaterteam des Gymnasiums Einsiedel, die ein selbst geschriebenes Theaterstück, in dem es um Integration und Toleranz geht veröffentlichten. Der zweite Preis ging an den Verein Chemnitzer Bürgerfest e.V. , der mit der Organisation „Herzschlag – Das Chemnitzer Bürgerfest“, ein Fest für alle ins Leben gerufen hat. Die Zeitschrift „Horizont.Magazin aus Chemnitz – Für Alle“ bekam den dritten Preis, da sie über die Erfahrungen der Geflüchteten berichteten. Alle nominierten Projekte bekamen als Dank eine Urkunde überreicht.

Im Anschluss der Verleihung gab es einen kleinem Empfang mit iranischen Spezialitäten, der zum Verweilen einlud.