179 Meter langer Schiffsrumpf wird auf der Elbe durch Dresden transportiert

Am Freitag wird der Schiffsrumpf “CT 1004“ Dresden durchfahren. Die navigatorisch schwierige Durchfahrt durch die Dresdner Brücken wird etwa ab 7 Uhr erfolgen. Der Schiffsverkehr wird aus diesem Grund im gesamten Innenstadtbereich geregelt. +++

Der Schiffsrumpf wurde auf der Elbe- Werft in Děčín gebaut. Der antriebslose und nicht ausgerüstete Schiffsrumpf für einen Chemietanker wird durch zwei Schubschiffe am Bug und Heck
angetrieben und gesteuert. Der gesamte Verband hat die außergewöhnliche
Länge von 179,62 Metern.

Solche Schiffsrümpfe werden in Werften an der Elbe in der Tschechischen
Republik mit steigender Tendenz gebaut. Die Schiffsrümpfe werden auf der
Elbe nach Hamburg oder bis Magdeburg und anschließend über den Mittellandkanal
zum Rhein gebracht und in küstennahen Werften fertig gebaut.
2006 wurden zehn, 2007 elf, 2008 sechzehn und 2009 achtzehn dieser
Schiffsrümpfe in der Tschechischen Republik hergestellt und auf der Elbe
transportiert.

Auf der Elbe werden in zunehmendem Maße hochwertige, sperrige und
übergewichtige Güter transportiert, für die es auf Straße und Schiene keine
oder nur eingeschränkte Transportmöglichkeiten gibt. Dazu gehören neben
der Überführung von Schiffsrümpfen für Küsten- und Binnenmotorschiffe
auch hochwertige Transporte von Turbinen, Transformatoren, Generatoren,
Kompressoren und Teilen für Windkraftanlagen. So hat zum Beispiel eine
300-Tonnen Turbine einen Warenwert von etwa 3,5 Millionen Euro, ein
Transformator bis zu 1,5 Millionen Euro.

2008 wurden allein über den Hafen
Dresden 23 Turbinen und 67 Transformatoren als Projektladungen per
Binnenschiff transportiert (Quelle: Sächsische Binnenhäfen Oberelbe
GmbH). Der Transport solcher Güter bestimmt mit zunehmender Tendenz
neben der Fahrgastschifffahrt, den Kreuzfahrten und der Sportschifffahrt
die Bedeutung der Elbe als Verkehrsweg. Auch beim Transport von Containern
mit dem Binnenschiff ist in den letzten Jahren eine steigende Tendenz
zu verzeichnen.

Die Befahrbarkeit der Elbe von Hamburg nach Dresden
ist grundsätzlich bereits heute im 3-lagigen Containerverkehr möglich.
Eine Verlagerung von Transporten auf den Containerverkehr und die
Durchführung von Projektladungen mit dem umweltfreundlichen Binnenschiff
lassen für den stark wachsenden Bereich der Logistikbranche in den
deutschen und tschechischen Binnenhäfen entlang der Elbe weiter hohe Zuwachsraten erwarten.

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