18 Millionen-Angebot: Stadt will LVV-Tochter perdata komplett verkaufen!

Nachdem in den letzten Monaten das Bieterverfahren für einen Teilverkauf der LVV-Unternehmen HLkomm und perdata eingeleitet wurde, berät die Stadt als Gesellschafter über ganz neue Verkaufsoptionen. Das berichtet die LVZ in ihrer Samstagsausgabe. +++

So soll laut den Informationen der Leipziger Volkszeitung die Firma perdata komplett verkauft werden anstatt nur zu 49,9 Prozent. Das zum Bertelsmann-Verlag gehörende Unternehmen Arvato hat für die Leipziger IT-Firma ein Angebot von 18 Millionen Euro auf den Tisch gelegt.

Im Rahmen des Bieterverfahren hatte Arvato zuerst ein Angebot für die Teilübernahme unterbreitet. Allerding sei dieses zu gering gewesen. Die 18 Millionen im Falle einer vollen Übernahme stieß in der Stadtverwaltung allerdings auf reges Interesse.

„Eine komplette Veräußerung würde jetzt durchaus Sinn machen.“, so wird Oberbürgermeister Burkhard Jung in der LVZ zitiert.

Arvato verspricht, den Standort Leipzig für die nächsten acht Jahre zu sichern. Weiterhin hat die Bertelsmann-Tochter dem Vernehmen nach zugesichert, in Leipzig ein Kompetenzzentrum speziell für die Energieversorgung und die Logistikbranche einzurichten und die Schaffung von mindestens 75 neuen Arbeitsplätzen angeboten.

Beim anderen LVV-Unternehmen HLkomm ist der Teilverkauf wohl endgültig Geschichte. Der einzige ernsthafte Interessent, die Versatel AG, hatte ein „lächerlich geringes“ Angebot unterbreitet. Die Stadt sehe keinerlei Vorteile, ihr Tafelsilber so zu verscherbeln.

Um die Konsolidierung der LVV aber auch von innen heraus zu betreiben, wird es bei den Unternehmen zu Stellenkürzungen kommen, so die Leipziger Volkszeitung. Ingesamt sollen rund zehn Prozent der 5000 Arbeitsplätze wegfallen.