19 Verletzte nach Brand in Plauen – Tatverdächtiger vorläufig festgenommen

Plauen - Am Freitagabend kam es gegen 22:40 Uhr in einem fünfstöckigen Mehrfamilienhaus in Plauen zu einem Brand, der zu starker Hitze- und Rauchentwicklung führte. 40 Personen mussten evakuiert werden, 19 wurden verletzt.

Nach intensiven Ermittlungen konnte die Polizei einen Tatverdächtigen vorläufig festnehmen. Der Mann habe laut den Ermittlern ein persönliches Motiv und wurde noch am Montagnachmittag dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt. Gleichwohl der Verdächtige in Untersuchungshaft sitzt, ermittelt die Polizei weiter in alle Richtungen. 

Der Brand wurde durch einen vorbeifahrenden Streifenwagen entdeckt, welcher sofort Maßnahmen einleitete. Eine Evakuierung des Gebäudes wurde notwendig, welche sowohl die anwesenden Bewohner als auch deren Besucher betraf. Insgesamt wurden vierzig Personen evakuiert. Neunzehn davon wurden durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht, da neben den offenkundigen Brandverletzungen auch Verletzungen durch das Einatmen von Rauchgasen nicht ausgeschlossen werden konnten.

Die ersten ärztlichen Untersuchungen zeigen aktuell im Ergebnis, dass sieben Personen im Alter von ein bis neunundzwanzig Jahren leichte und vier Personen im Alter von zwei bis neununddreißig Jahren schwere Verletzungen erlitten haben. Die restlichen acht Betroffenen konnten die Krankenhäuser unverletzt wieder verlassen.

Die Schwerverletzten werden in Spezialkliniken in Sachsen und Sachsen-Anhalt behandelt, welche auf die Versorgung von Brandopfern spezialisiert sind.

Das Feuer, welches durch die Feuerwehr schnell gelöscht werden konnte, hat einen noch nicht bezifferbarem Brandschaden und starke Verrußungen verursacht. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar.

Bei den Bewohnern des Hauses handelt es sich sowohl um Deutsche als auch andere EU-Bürger, welche vorwiegend die slowakische Staatsbürgerschaft besitzen. Diese konnten zwischenzeitlich in Notunterkünften im Vogtlandkreis untergebracht werden.

Die Ermittlungen zur Brandursache hat das PTAZ des Landeskriminalamtes Sachsen übernommen, da die Möglichkeit einer fremdenfeindlichen motivierten Brandstiftung derzeit nicht ausgeschlossen werden kann. Es wird in alle Richtungen ermittelt, da es bisher keine konkreten Anhaltspunkte zu den näheren Tatumständen und zum Motiv gibt.

Die Ermittlungen dauern an. Über den weiteren Verlauf der Ermittlungen informiert die verfahrensführende Staatsanwaltschaft in Zwickau zu gegebener Zeit.