2. Sommercamp der Handwerkskammer

Am 14. August ging es in die zweite Runde. 20 Jugendliche aus siebten bis neunten Klassen der Region bezogen ihr Quartier im Internat der Handwerkskammer Chemnitz.

Eine Woche lang werden Sie zum einen ihre Potenziale und Fähigkeiten ausloten und weiterentwickeln; zum anderen stehen verschiedene Freizeitaktivitäten auf dem Programm. Betreut werden sie von Sozialpädagogen, Pädagogikstudenten und Mitarbeitern der Handwerkskammer.

Bereits beim ersten Camp vom 10. bis 15. Juli 2011 probierten sich 18 lernschwache Schülerinnen und Schüler in ungewohnten Situationen und Tätigkeiten aus. Sei es beim Herstellen eines Mini-Grills, inklusive der darauf selbst gegrillten Wurst oder beim Malern, Feilen und Bohren für die Holzlokomotive, die für einen Kindergarten hergestellt wurde. Sie lernten innerhalb weniger Tage Konflikte durch Kommunikation und nicht durch Gewalt zu klären und das es sogar Spaß macht Regeln einzuhalten. Das überraschte und freute nicht nur die Betreuer sondern wohl auch die Jugendlichen selbst.

Noch am Anreisetag war es undenkbar, dass sich einige von ihnen in schwierigen Situationen durchbeißen; am Freitag stiegen sie auch nach dem fünften Sturz ins kühle Nass wieder auf die Wasserski und versuchten sich darauf zu halten. „Überrascht und erfreut waren wir, dass die Jugendlichen uns schon nach kurzer Zeit von ihren Problemen und Zukunftsängsten erzählten. Das ist ein großer Vertrauensbeweis“ sagt Manuela Glühmann, Abteilungsleiterin Lehrgänge der Handwerkskammer Chemnitz und mit als Betreuerin im Camp tätig.

Besonders eindrücklich für die Jugendlichen schien die Begegnung mit Handwerksunternehmern zu sein. Die Schülerinnen und Schüler staunten, denn selbst Geschäftsführer waren in ihrer Jugend nicht alle Einserschüler, sondern hatten auch manches auf dem Kerbholz. „Handwerksbetriebe brauchen Lehrlinge mit Sozialkompetenz, da kommen die Schulnoten erst an zweiter Stelle. Unsere Sommercamps können den Jugendlichen zumindest einen Anstoß geben, dass es sich lohnt Ziele zu verfolgen und in der Schule dran zu bleiben. Die Unternehmenspatenschaften mit den Jugendlichen sichern dann die entsprechende Nachhaltigkeit“, so Präsident Dietmar Mothes.

Das Projekt „Sommercamp im Handwerk“ wird finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und Komplementärmitteln des Freistaates Sachsen.

Ein Tagebuch des ersten Sommercamps im Juli finden Sie auf https://www.facebook.com/HWK.Chemnitz.Ausbildung