20 Jahre auf Leipzigs Straßen unterwegs

Am Donnerstag, dem 3. November, findet im Neuen Rathaus ein gemeinsamer Fachtag mit dem Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. unter dem Motto: „Platz da…!? – Öffentlicher Raum zwischen Verdrängung und Rückgewinnung“ statt. +++

Zu diesem Fachtag sind sowohl Fachkräfte, als auch Interessierte eingeladen, die sich für die Arbeit mit jungen Menschen in Krisensituationen interessieren.

Anlass dieses Tages ist das 20-Jährige bestehen der Straßensozialarbeit in Leipzig. 

Der Damalige und heutige Chef Lutz Wiederanders, erinnert sich: „Es begann mit einer AB-Maßnahme für 14 Personen. Für die damals sieben Stadtbezirke je zwei Streetworker – und man dachte, alles im Griff zu haben. Es waren spannende und intensive Zeiten.“ 

Streetworker sind Seismographen einer Stadt. Sie sehen oft, was keiner sieht, und nehmen feinfühlig gesellschaftliche Entwicklungen und Trends war. So ist der Leistungsbereich niedrigschwellige Sozialarbeit seit Jahren fester Bestandteil der Jugendhilfe in Leipzig und nah an der Basis dran. 

War es früher eher die Arbeit mit Cliquen, sind es heute in der Mehrzahl Einzelhilfen, die die Straßensozialarbeit der Stadt Leipzig ausmacht.