20 Jahre „Museum für sächsische Fahrzeuge“ in Chemnitz

In einer historischen Hochgarage aus dem Jahr 1928 an der Leipziger Straße in Chemnitz befindet sich die Schatzkammer der sächsischen Fahrzeugbaugeschichte.

Das „Museum für sächsische Fahrzeuge“ beherbergt mehr als 150 Automobile, Motorräder und Fahrräder, die zwischen dem späten 19. Jahrhundert und heute in Sachsen gefertigt wurden.

In diesem Jahr feiert das Museum sein 20-jähriges Jubiläum. Dazu waren am Donnerstagabend langjährige Wegbegleiter und Unterstützer eingeladen, um auf eine Erfolgsgeschichte mit ihren Höhen und Tiefen zurückzublicken.

Der Fahrzeugsammler und Buchautor Frieder Bach, hatte bereits im Karl-Marx-Stadt der 1980er Jahre Pläne für ein Fahrzeugmuseum.

Interview: Frieder Bach, Hauptinitiator „Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz“

Schließlich wurde sein Traum doch wahr. Im Jahr 1993 gründete sich ein Verein und trieb die Einrichtung eines Museums voran.

Dazu wurden mit großem Aufwand die verfallenen Wirtschaftsgebäude am Wasserschloß Klaffenbach am Rande von Chemnitz saniert. 1995 konnte das Museum eröffnet werden.

Nach erfolgreichen Jahren im Schlossambiente wurde das Haus im Jahr 2002 schwer von einer Naturkatastrophe getroffen – dem so genannten „Jahrhunderthochwasser“. Die Flut des Flusses Würschnitz setzte das Museum unter Wasser und beschädigte viele Ausstellungsstücke.

Interview: Frieder Bach, Hauptinitiator „Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz“

Dank des Engagements vieler Helfer und Leihgeber konnte das Fahrzeugmuseum dennoch weiterbestehen.

Als die Ausstellungsstücke aufgrund von Brandschutzarbeiten am Wasserschloß in die ehemalige Hochgarage in der Chemnitzer Innenstadt ausgelagert wurden, ergab sich die Möglichkeit eines dauerhaften Umzugs.

So wurde Ende 2008 das neue Domizil des Museums feierlich eingeweiht. Auf 1.000 Quadratmetern können so hunderte Exponate in chronologischen Themenboxen präsentiert werden. Neben bekannten Marken wie Wanderer, Horch oder Diamant werden auch nur Experten bekannte Hersteller aus ganz Sachsen gezeigt.

Interview: Frieder Bach, Hauptinitiator „Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz“

Neben der Dauerausstellung präsentiert das Museum halbjährlich Sonderausstellungen zur regionalen Fahrzeuggeschichte. So waren in der Vergangenheit unter anderem Ausstellungen zum Wassersport in der DDR, Fahrrädern mit Hilfmotor oder Fahrzeugen Marke „Eigenbau“ zu sehen.

Aktuell können die Besucher die Sonderschau „130 Jahre Diamant“ erleben, die die Geschichte der bekannten Fahrradmarke mit zahlreichen Exponanten nachzeichnet.

Interview: Frieder Bach, Hauptinitiator „Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz“

Nach 20 wechselvollen Jahren ist das „Museum für sächsiche Fahrzeuge“ aus der Museumslandschaft des Freistaates nicht mehr wegzudenken. Ein Ort, an dem das Erbe des sächsischen Fahrzeugbaus auch für kommende Generationen bewahrt wird.