20 Jahre Sächsischer Hafen- und Verkehrsverein – Ein Resümee

Dresden - Den Sächsische Hafen- und Verkehrsverein gibt es seit nunmehr 20 Jahren.Er wurde 1998 im Alberthafen Dresden-Friedrichstadt mit dem Ziel gegründet, den Bekanntheitsgrad des Verkehrsweges Elbe und der leistungsfähigen Oberelbe-Hafenstandorte als Dienstleister zu fördern. Er zählt derzeit 140 Mitglieder aus 115 Unternehmen.

Als der Verein am 05.01.1998 durch 13 Persönlichkeiten der hafenaffinen Wirtschaft im Fischhaus Alberthafen Dresden-Friedrichstadt gegründet wurde, geschah dies insbesondere mit dem Ziel der Förderung und Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Verkehrsweges Elbe und der leistungsfähigen Oberelbe-Hafenstandorte als Dienstleister für die verladende Wirtschaft sowie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsfirmen des Vereins. Mit dem Bestreben, die Häfen als Schnittstellen der Verkehrsträger für intelligente Verkehrslösungen zu etablieren, war das Anliegen verbunden, grenzüberschreitend zur Tschechischen Republik die alternativen Verkehrsträger Binnenschifffahrt und Eisenbahn an die  Kunden unserer Region heranzutragen. Der SHV wollte sich dabei für einen für die Schifffahrt stabil nutzbaren und trotzdem ökologisch funktionierenden Verkehrsweg Elbe einsetzen.

© Sachsen Fernsehen

Heute zählt der SHV über 140 Mitglieder aus über 115 gewerblichen Unternehmen, die brachenseitig sehr breit aufgestellt sind. Er kann auf 240 Wirtschaftstreffen zurückblicken, die sowohl im Vereinslokal „Maschine“ im Dresdner Alberthafen als auch an verschiedenen Wirtschaftsstandorten in Deutschland und der Tschechischen Republik stattgefunden haben. In seinen 20 Jahren hat der SHV einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Im Rahmen der Europawoche führte der SHV gemeinsam mit dem Tschechischen Generalkonsulat von 2006 bis 2013 jährlichen einen internationalen Workshop zum Thema „Die Elbe als Lebensader der Region Elbe/Labe“ durch. Ziel war es, Verantwortungsträger aus Wirtschaft und Politik in einen Dialog zu bringen, um Fragen zur Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur als entscheidenden Standortfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in der deutsch-tschechischen Euro- Region zu klären.
Darüber hinaus war der SHV Mitveranstalter verschiedener verkehrspolitischer Veranstaltungen, wie z.B. der Elbschifffahrtstage und Parlamentarischer Abende, und nutzte diese, um auf politischer Ebene Einfluss darauf zu nehmen, dass der Binnenschifffahrt ein höherer Stellenwert in der deutschen Verkehrspolitik zuteil wird.
Das verkehrspolitische Ringen des SHV für die Elbe als Verkehrsweg wird aktuell insbesondere deutlich in den Stellungnahmen zum Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 und in der Mitarbeit am „Gesamtkonzept Elbe“. Diese Aktivitäten erfolgten immer in enger Abstimmung mit anderen ähnlich agierenden Vereinen, wie z.B. dem „Elbe Allianz e.V.“ und dem„ERSTUe.V.“.
Neben den monatlichen Wirtschaftstreffen führt der SHV seit 2000 einmal jährlich eine mehrtägige Fachexkursion durch, um andere Häfen und Betreiber kennenzulernen, Netzwerke zu knüpfen und neue Erkenntnisse bei Technologie und Infrastruktur zu sammeln. Exkursionsziele waren neben den deutschen Binnenhäfen an Elbe, Rhein und Donau die Seehäfen der Nordrange von Zeebrugge bis Hamburg sowie die Ostseehäfen von Lübeck bis Sassnitz/Mukran. Zum Höhepunkt der SHV-Veranstaltungen ist der seit 2013 stattfindende „Sächsische Hafenball“ geworden. Jedes Jahr im November treffen sich über 120 tanzbegeisterte Mitglieder und Freunde des SHV im historischen Ballsaal des DORMERO Hotel „Königshof Dresden“, um bei bester Tanzmusik das elegante, stimmungsvolle Ballflair und interessante, kulturelle Einlagen zu genießen. Ein wesentliches Anliegen des SHV ist die Pflege und Instandhaltung des „Historischen Terminals“.

Der Initiative des SHV und der jahrelangen großen Spendenbereitschaft seiner über 140 Mitgliedsunternehmen ist es zu verdanken, dass im Alberthafen Dresden am originalen Nordkai von 1895 ein „Historisches Terminal“ geschaffen wurde, welches den Interessierten den einstigen Elbumschlag im Friedrichstädter „Eisenbahnverkehrshafen“ vermittelt. Das Herzstück des „Historischen Terminals“ ist der 1913 gebaute Schlepp- und Lagerkahn „Waltraut“ – auch Zille genannt. Die „Waltraut“ ist heute der einzige im (fast) Originalzustand erhaltene Frachtkahn dieser Größe, der an der Elbe zwischen Hamburg und Melnik besichtigt werden kann. Darüber hinaus können am „Historischen Terminal“ zwei gedeckte historische Güterwagen der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen sowie ein für die 1960er Jahre typischer 3,2 Tonnen Portalkran bestaunt werden.

Quelle: Sächsischen Hafen- und Verkehrsvereins (SHV)