20 Millionen Euro-Umbau für flexible Montage

Dresden - Der neue E-Golf rollt ab April 2017 auch in Dresden vom Band. Dafür wird die Gläserne Manufaktur derzeit umgerüstet. In den Umbau fließen laut Unternehmen rund 20 Millionen Euro.

Anfang Januar soll die Produktion der Vorserien-Modelle anlaufen, im April rollen dann die ersten Kundenfahrzeuge vom Band. Beliefert werde von Dresden aus vor allem der europäische Markt, so Siedlatzek. Die ersten Bestellungen seien bereits eingegangen. Produziert werden nach seinen Worten zunächst 35 E-Golfs pro Tag, rund 300 Mitarbeiter nehmen dafür am Standort wieder ihre Arbeit auf. Am Montag wurde das erste lackierte Vorserien-Fahrzeug in die Montage geschickt, um die Abläufe zu testen.

© Gläserne Manufaktur

Der Umbau sieht unter anderem eine flexible Montage für verschiedene Fahrzeugmodelle vor. Die Produktionsbänder aus Holz, auf denen einst die Luxuslimousine Phaeton montiert wurde, werden mit modernster Technik ausgestattet, die Oberfläche aus kanadischem Bergahorn wird erneuert. Ein eigens entwickelter Adapter ermöglicht eine rasche Umstellung auf verschiedene Modelle.
"Wir wollen die Kunden so dicht wie möglich an die Produktion herankommen lassen", so Siedlatzek. Künftig sollen Käufer des E-Golfs auch die Produktionsbänder betreten und eventuell sogar selbst Hand anlegen dürfen. "An der ein oder anderen Stelle", so Siedlatzek. Das sei bisher einmalig in der Autowelt.
Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sieht mit der Produktion des E-Golfs eine gute Zukunft für den Dresdner VW-Standort. "Wir wollen Mobilitätsland der Zukunft sein, deshalb ist es wichtig, dass sich unsere Standorte auf Themen wie Elektromobilität und Digitalisierung vorbereiten." Im März 2016 lief in der Gläserner Manufaktur wegen sinkender Verkaufszahlen der letzte Phaeton vom Band.

© Gläserne Manufaktur
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