200.000 Euro für Bildungsarbeit im Libanon

Dresden - Der Freistaat fördert das Projekt „Schulbildung für die von der Syrienkrise betroffenen Kinder im Libanon" des Dresdner Vereins arche noVa mit 200.000 Euro. Am Mittwoch übergibt Europaminister Fritz Jaeckel die Fördermittel.  650 syrische Kinder sollen dadurch weiterhin Unterricht an zwei libanesischen Schulen erhalten.

Der Verein führt seit 1992 Nothilfe- und Wiederaufbauprojekte für die Trinkwasserversorgung, medizinische Hilfsprojekte, Hygieneprogramme sowie Frauenförder- und Schulaufbauprojekte in derzeit 14 Ländern durch. Mit der Zuwendung des Freistaates Sachsen kann das 2015 ins Leben gerufene Projekt, dessen Anschubfinanzierung zunächst durch Spendengelder und Zuwendungen des Bundes realisiert wurde, 2017 und 2018 weitergeführt werden. 650 syrischen Kindern und Jugendlichen wird es hierdurch möglich, weiterhin Unterricht an zwei libanesischen Schulen zu erhalten.

 

© arche noVa

„Unser Hauptaugenmerk bei der Förderung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit im Ausland liegt auf einer nachhaltigen Bekämpfung von Fluchtursachen", betont Jaeckel. „Das Projekt des arche noVa e.V. im Libanon verhilft vor allem den Kindern und Familien, die ihre Heimat verlassen mussten, ein Stück weit zur Normalität. Unser gemeinsames Ziel in Politik und Gesellschaft muss es sein, dass Menschen überall auf der Welt in Notsituationen zusammenrücken und wir notleidende Regionen gleichzeitig beim Wiederaufbau unterstützen."

"Mit unserem Projekt bringen wir ein Stück Normalität in den Alltag der Kinder zurück, die mit ihren Familien vor dem Krieg in Syrien in den benachbarten Libanon fliehen mussten", sagt Stefan Mertenskötter, Vorstandsvorsitzender von arche noVa. „Die Jungen und Mädchen erhalten vier Stunden pro Tag, sechs Tage die Woche kostenfreien Schulunterricht. Dadurch können wir dazu beitragen, dass sie sich eine Zukunft in der Region aufbauen können. Mit den bewilligten Fördermitteln können wir das Programm ein ganzes Jahr weiter durchführen."

Der Freistaat Sachsen unterstützt seit 2017 entwicklungspolitische Projekte und Initiativen. Vor dem Hintergrund der von den Vereinten Nationen beschlossenen nachhaltigen Entwicklungsziele legten die Abgeordneten des Sächsischen Landtages mit Beschluss des neuen Doppelhaushaltes 2017/18 die Grundlage für eine Entwicklungspolitik des Freistaates. In den Jahren 2017 und 2018 stehen insgesamt jeweils 400.000 Euro für Entwicklungsprojekte im Ausland sowie für entwicklungspolitische Veranstaltungen und Bildungsmaßnahmen in Sachsen zur Verfügung.
 

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