200 Quidditch-Spieler düsen über Leipziger Rasenplatz

Leipzig - Beim zweiten "Wildlynx-Cup" haben sich an diesem Wochenende über 200 Quidditch-Spieler getroffen. Die aus den Harry Potter-Romanen stammende Sportart hat sich mittlerweile zur regelrechten Trendsportart entwickelt. 

Quaffel, Schnatz und Sucher - Begriffe die mittlerweile jedem ein Begriff sein sollten, der schon einmal in die magische Welt von Harry Potter eingetaucht ist. Dessen Lieblingssportart Quidditch hat es allerdings längst aus den Romanen in die reale Welt geschafft und funktioniert auch ganz ohne fliegende Besen und Zaubersprüche.

In Kleinzschocher trafen sich an diesem Wochenende über 200 Quidditch-Spieler aus ganz Europa auf dem Gelände des LSV Südwest zum zweiten "Wildlynx-Cup". Im Vergleich zur Roman-Variante unterscheidet sich die reale Spielweise natürlich etwas. Zwei Mannschaften aus jeweils sieben Spielern versuchen einen Volleyball, den Quaffel, am Hüter vorbei in die gegnerischen Ringe zu werfen. In die Quere kommen kann ihnen dabei der berüchtigte Klatscher. Von einem solchen Geschoss getroffen müssen die Spieler wieder zu ihrer eigenem Ring zurückkehren

© Leipzig Fernsehen

Der Schnatz ist in Kleinzschocher ein Tennisball und hat auch keine Flügel, sondern wird von einem Spieler in einer Socke getragen. Wer diesen Spieler fängt, der beendet das Spiel und heimst besonders viele Punkte ein.

Verkleidete Harry Potter-Fans sucht man beim Wildlynx-Cup allerdings vergebens, denn Quidditch hat sich mittlerweile zu einer anspruchsvollen Ballsportart entwickelt, wie Nationalspieler Jan Kohler erklärt.

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Also kein Fantreffen, sondern ambitionierte Hobby-Sportler, die hier über den Rasen jagen. An US-Amerikanischen Universitäten wurde der Sport zum ersten Mal zum Leben erweckt, ehe er nach Deutschland schwappte und sich mittlerweile eine beachtliche Szene entwickelt hat.

Egal ob Fan der Romane oder des Sports zum Finale am Sonntag um 17 Uhr in der Windorfer Straße 63 sind laut Kohler alle Zuschauer herzlich willkommen.