2006 touristisches Rekordjahr für Dresden

Dass 2006 ein touristisches Rekordjahr für Dresden wird, zeichnete sich bereits in den letzten Monaten deutlich ab. Nun bestätigt die aktuelle Jahresstatistik die Erwartungen: …

DWT stellt touristisches Jahresergebnis vor.

Bei der Gesamtzahl der Übernachtungen bedeutet dies ein Zuwachs von 18,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei der Zahl der Ankünfte (1.592.002) verzeichnete die sächsische Landeshauptstadt ebenfalls große Zuwächse (+18,2 Prozent im Vergleich zu 2005).
Yvonne Kubitza, Geschäftsführerin der Dresden-Werbung und Tourismus GmbH (DWT) freut sich über diese hervorragende Bilanz.. Das Jubiläumsjahr war für Dresden ein außergewöhnliches Jahr. Sicherlich wäre dies ohne die Tourismusmagneten Frauenkirche, Stadtjubiläum und Historisches Grüne Gewölbe nicht möglich gewesen. Die Zahlen von Januar bis Februar 2007 bestätigen, dass Dresden weiterhin in der Gunst der Reisenden steht, so Kubitza. 

Mit insgesamt 146.809 Ankünften (+8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und 293.149 Übernachtungen (+7,5 Prozent) konnte die Landeshauptstadt erneut große Zuwächse verzeichnen. Deutschlandweit konnte hingegen bei den Ankünften nur ein Plus von 3,9 Prozent und bei den Übernachtungen von 2,5 Prozent erzielt werden.

Grund zur Freude hat auch der Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der DWT. Der Fremdenverkehrsumsatz im Jahr 2006 betrug 743 Millionen Euro Netto. Damit konnte eine Steigerung um
189 Millionen Netto erzielt werden. Dies zeigt sich auch im erhöhten Steueraufkommen. Der Kongressbereich gehört aus touristischer Sicht zu Dresdens wichtigstem Segment. Mit der Überführung der KongressInititiativeDresden in das Dresden Convention Bureau im September 2006 ist ein wichtiger Schritt getan, um den Kongressstandort Dresden international besser und effizienter zu vermarkten. Die Stadt hat die Rahmenbedingungen geschaffen und gemeinsam mit der Branche beteiligt sie sich an der Finanzierung des sehr erfolgreichen PPP-Modells des DCB und damit an einer verstärkten Akquisition internationaler Fachkongresse. Auch das ist wichtig für die Weiterentwicklung und Steigerung des Bekanntheitsgrades Dresdens als Innovations- und Wissenschaftsstandort, betonte Hilbert.

Der Anteil ausländischer Gäste beträgt 13.9 Prozent. Die USA sind mit 65.754 Übernachtungen (+10,8 %) weiterhin auf Platz eins, gefolgt von der Schweiz mit 52.093 (-2,3 %) und Japan mit 45.748 Übernachtungen (-1,9 %).
Die größten Zuwächse konnten Belgien (+32,0%) und Spanien (+30,2%) verzeichnen.

Wir können mit diesem Ergebnis zufrieden sein. Dennoch müssen wir im Vergleich zu anderen Städten wie Berlin, München oder Köln noch kräftig zulegen, so Kubitza. Die Dresdner Hotellerie profitierte ebenfalls von dem Touristenboom. Die Bettenauslastung stieg im Jahr 2006 von
53,5 Prozent im Vorjahr auf 58,7 Prozent an. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 2,2 Tage.

Vorrangiges Ziel muss es in den nächsten Jahren sein, sowohl den nach wie vor sehr niedrigen Anteil an ausländischen, als auch geschäftlich motivierten Besuchern, zu steigern. Dies setzt voraus, dass wir den Gästen unserer Stadt weiterhin die gewohnt hohe Hotel- und Servicequalität bieten können.

In Anbetracht des im Gegensatz zu den meisten Großstädten mehrheitlich touristischen Anteils sind Kapazitätserweiterungen im Hotelbereich hier äußerst kontraproduktiv, so Jan Burghardt, Vorsitzender des Dresden Hotels e.V.

Das Jahr 2006 war insgesamt von drei wesentlichen Ereignissen in Dresden geprägt. Die wiedereröffnete Frauenkirche zog insbesondere in den saisonschwachen Zeiten eine Vielzahl von Touristen an. Das 800-jährige Jubiläum bot über das gesamte Jahr hinweg verschiedene Veranstaltungshöhepunkte und die Eröffnung des Historischen Grünen Gewölbes brachte durch die weltweite Medienpräsenz noch mehr Gäste nach Dresden.

Jahresthema 2007 ist die Architektur in Dresden, insbesondere die Fertigstellung des Hauptbahnhofs durch Sir Norman Foster, der Umbau/Rekonstruktion des Residenzschlosses und der Beginn des Umbaus des Militärhistorischen Museums nach einem Entwurf von Stararchitekt Daniel Libeskind. Des Weiteren veranstaltet die Architektenkammer Sachsen unter dem Motto

Moderne trifft Erbe vom 23. bis 24. Juni einen Tag der Architektur 2007 . Die Frauenkirche und das Grüne Gewölbe gehören auch in diesem Jahr weiterhin zu den Höhepunkten Dresdens.