2010 nehmen Sachsen Jugendämter 2114 Kinder und Jugendliche in Obhut

Im Jahr 2009 waren es 155 Kinder und Jugendliche weniger. Die meisten jungen Menschen nannten vor allem Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils und Beziehungsprobleme als Anlass. +++

Die Unterbringung erfolgte überwiegend in Einrichtungen aber auch bei geeigneten Personen.

Reichlich ein Viertel der Inobhutnahmen (554) geschah auf eigenen Wunsch des Kindes/Jugendlichen, die zu 78 Prozent 14 Jahre und älter waren. Die restlichen (1 560) Inobhutnahmen wurden in Folge dringender Gefahr von den sozialen Diensten der Jugendämter (644) sowie Polizei und Ordnungsbehörden (435) veranlasst bzw. kamen 204 Hinweise von Verwandten und Nachbarn, Lehrern und Erziehern, Ärzten und sonstigen Personen. In 13 Prozent (277) der Fälle wurde die Inobhutahme auf Anregung der Eltern bzw. eines Elternteils ausgelöst.

Die meisten jungen Menschen nannten vor allem Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils und Beziehungsprobleme als Anlass. Weitere Gründe waren u. a. Vernachlässigung, Kriminalität bzw. eine Straftat, Schul-/Ausbildungsprobleme, Anzeichen für Misshandlung und Integrationsprobleme.

Für 29 Prozent der Kinder und Jugendlichen endete die Inobhutnahme innerhalb von zwei Tagen, für weitere 42 Prozent innerhalb der nächsten 12 Tage. Die Hälfte der jungen Menschen kehrte danach ins gewohnte soziale Umfeld zurück. Für 599 Mädchen und Jungen schlossen sich erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses an.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen

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